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Von Schlüsseln und Schlössern

Von Schlüsseln und Schlössern
Brief an eine Geliebte


Wenn es um Gefühle geht bedienst Du Dich nur allzu gerne, der Methode kleine Geschichten zu erzählen, indem Du anderen Personen deine Worte in den Mund legst oder für Dich sprechen lässt. Das ist oft sehr anstrengend, denn Du überlässt mir damit nicht nur das Heraushören und  Zwischen-den-Zeilen-lesen, das Deuten kleiner und großer Gesten, sondern auch noch die richtige Beurteilung dessen, was Du damit eigentlich wirklich sagen möchtest. Behältst Dir somit vor, im Notfall, alles einmal so  Verstandene zurücknehmen oder anders wichten zu können. Die wichtigen Sachen sagst Du immer sehr leise oder so ganz nebenbei, so dass ich mir oft unsicher bin, was Du - wirklich und nicht eigentlich - meinst oder fühlst und sagen willst oder ob Du es vielleicht selbst nicht so genau weißt. Das kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, sich so verschlüsselt oder besser verschlossen mitzuteilen, um sich dann eventuell darüber zu wundern, nicht richtig verstanden worden zu sein.
Du - es deinem Gegenüber überlässt deine Worte zu deuten, um dann aus dessen Reaktion, deren Basis letztendlich auf Vermutungen und Deutungen beruht, Rückschlüsse zu ziehen.
Daraus ergibt sich für mich die Schlussfolgerung, dass hier jemand ängstlich ist, wenn nicht sogar große Angst davor hat seine wahren Gefühle zu äußern und zu zeigen was er will, möchte und erwartet.
Und da steckt Schloss, schließen, verschließen, verschlossen und Schluss drin.
Hier ist, so denke ich, mal wieder der scheinbar schwerere Weg, der einfachere und der einfache der schwerere. Nämlich einfach zu sagen, was man denkt oder fühlt. Vielleicht gelingt es mir ja hiermit das große Rätsel ein wenig zu entschlüsseln, den Code zu knacken und das Schloss zu öffnen.
Denn es ist doch ziemlich unfair von Dir, mich in dem Haufen, der möglichen Schlüsse und zulässigen Schlüssel nach dem richtigen suchen zu lassen, obwohl Du genau weißt wo er verborgen liegt. Oder habe ich die falschen Schlüsse gezogen? Schließlich musste ich ja im Dunkel herumtapern.
Würdest Du für mich bitte das Licht einschalten. Die Tür aufmachen. Das Verschlüsseln eventuell sogar weglassen und einfach sagen was Du meinst und willst.

(c) copyright e.a.p.n. 1980-2019

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 10:46
@Orbit, sehr schön geschrieben. Ein klares Wort gesprochen ist der Schlüssel zum Schloss. Wie du schon schreibst, lese auch ich Angst und Unsicherheit heraus. Trotzdem ist es fair offen zu kommunizieren, es hilft ja beide Seiten.
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 10:47
Einfach nur wahr 👍
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 10:53
Wunderschön, sehr tiefsinnig.

Setzt natürlich voraus, das der vermeintliche Schlüsselinhaber auch ehrliches, tiefes Interesse daran hat, das "Rätsel" zu entschlüsseln und in der Lage ist, Informationen zu verarbeiten bzw. sich damit auseinander zu setzen. Da hängt es manchmal schon....

Wenn alle Voraussetzungen gegeben sind, dreht man den Schlüssel evtl. Stück für Stück. Sobald die Tür ganz geöffnet ist, das Licht an ist, ist man verletzlich. Nur um sich zu verstehen, kommt man um dieses Risiko nicht herum. Es macht von beiden Seiten keinen Sinn, den anderen im Dunkeln stehen zu lassen und aneinander vorbei zu reden. Dazu gehört aber auch zu Fragen, wenn etwas unklar ist, damit man sich nicht in Vermutungen verstrickt. 

Kommunikation ist nun mal das A & O zwischen den Menschen. Das sollte nur auf die richtige Art und Weise passieren. Ebenso auch nicht ständig im Kreis oder alles tot reden.

Manchmal ist es langer und manchmal eben ein kurzer Weg bis man sich auch ohne Worte versteht.
 
Orbit 27.05.2019 10:54
Es ist ziemlich lange her, dass ich das schrieb. Aber doch immer aktuell denke ich.
Ein Brief an eine bestimmte Person war es im Ursprünglichen nicht.
Gedanken zur Kommunikation miteinander, wie ich sie oft erlebe.
 
Orbit 27.05.2019 10:57
Danke für deinen Kommentar subjektiv - sehr schön und war
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 11:47
da gibt es aber auch die Verletzlichkeit des Gegenübers die man berücksichtigen sollte .
Wer gleich mit der Tür ins Haus fällt kann großen Schaden anrichten und daher ist es besser voher mal anzuklopfen .😉
 
leluna1968 27.05.2019 13:01
Danke Jungfrau, genau diese Verletzlichkeit macht uns Frauen zu so undurchsichtigen Wesen. Wir sind hier alle keine 15 mehr und haben bereits die ein oder andere kleine oder auch große Verletzung hinter uns. Da ist es nicht mehr so leicht sich zu öffnen. Manchmal weiß Frau auch gar nicht wie sie sich verhalten soll. Schreibt man zuviel ist es nicht richtig, schreibt man zu wenig ist es nicht richtig. Bevor Frau sich lächerlich macht schreibt sie besser nix über Ihre Gefühlswelt und behält sie lieber für sich. Frauen ticken nun mal ganz anders als Männer
 
Orbit 27.05.2019 13:48
@ leluna - auch Dir Danke - die Angst vor Verletzungen ist doch oft da. Nicht nur bei Frauen denke ich.
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 14:08
Ja, Orbit wirklich wundervoll geschrieben und man sieht welchen bedeutungsvollen, wenn nicht wichtigsten Stellenwert Kommunikation in allen Beziehungsebenen hat. Wie schnell interpretiert man etwas hinein, meist aus selbstgemachten Erfahrungswerten zusammengewürfelt und der Schuss geht in eine komplett andere Richtung. Nachfragen, immer dann, wenn eine Aussage nicht eindeutig für mich ist, kann hilfreich sein.
Gerade hier, bleibt uns Kommunikation als einziges Mittel um den anderen kennenzulernen. Einfach geschrieben und doch fällt es auch mir, manches mal mit der Umsetzung schwer. Da ich mir meiner eigenen Verletzlichkeit zum größten Teil bewusst bin, versuche ich die des anderen mit in Betracht zu ziehen. Ob es mir immer gelingt ? Respekt, ein Wort welches ich in fast jedem Profil hier lese, sollte doch überall gelebt werden.
"Man kann nicht nicht kommunizieren", Watzlawick. In Bezug auf manches hier geschriebene Wort, vielleicht auch einfach einmal schweigen. Auch eine Form der Kommunikation.
Entschuldige Orbit, jetzt bin ich zu weit vom Thema (deinem EP) und es hätte auch in deinen vorherigen Blog gepasst. lachendes Smiley
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 14:12
@Leluna - genau so ist es oft. Es ist unsere Verletzlichkeit, die uns oft falsch oder anders reagieren lässt. Darum tragen so viele  Menschen eine Maske oder mauern sich ein, damit sie nicht verletzlich oder angreifbar sind. Aber erst, wenn wir autark, authentisch  und echt sind, erst dann können wir auch unsere Verletzlichkeit zeigen und leben. Doch keiner von uns möchte verletzlich sein. Wir versuchen, Momente der Verletzlichkeit so gut es geht zu vermeiden. Wir vermeiden Situationen, in denen wir auf Ablehnung stoßen könnten. Wir zeigen lieber keine Schwäche und bitten nicht um Hilfe. Wenn wir diese Situationen vermeiden können, dann tun wir das auch. Denn keiner von uns möchte enttäuscht werden oder sich abgelehnt fühlen. Wir fühlen uns sicherer, wenn wir den möglichen Schmerz vermeiden, was auch vollkommen natürlich ist.
Alternativ versuchen wir unsere Verletzlichkeit auch gerne zu verbergen und uns nichts anmerken zu lassen. Wir tun so, als würde es uns nichts ausmachen. Als stünden wir komplett über den Dingen. Oder wir versuchen, alle möglichen Ungewissheiten in unserem Leben zu kontrollieren. Alles zu perfektionieren. Und keinerlei Verletzlichkeit in unserem Leben mehr zuzulassen

Es gibt einen Vortrag zum  Thema Verletzlichkeit,  der meinen Horizont in dieser Hinsicht  erweitert hat. Einen Vortrag, bei dem ich eine Erkenntnis fürs Leben gewonnen habe.

Im besagten Vortrag erzählte die Sozialwissenschaftlerin Brené Brown von ihren Ergebnissen aus 10 Jahren Forschung zu den Themen Scham und Verletzlichkeit. Sie hat Tausende von Menschen interviewt und dabei Überraschendes festgestellt.
Alle Menschen, die sie interviewt hat, ließen sich grob in zwei Gruppen einteilen:

    - Menschen, die sich wertvoll und geliebt fühlen. Die ein starkes Verbundenheitsgefühl           zu anderen Menschen haben. Die ein erfülltes Leben führen.
    - Menschen, die ständig um Liebe und Verbundenheit kämpfen müssen. Die sich immerzu fragen, ob sie gut genug sind.

Und die wirklich überraschende Erkenntnis dabei war: Das, was die erste Gruppe im Kern von den anderen unterscheidet, ist ihre Verletzlichkeit. Die Menschen, die ein sehr erfülltes Leben führen, sind paradoxerweise auch diejenigen, die viel eher bereit sind, sich der Verletzlichkeit auszusetzen.  Verletzliche Menschen haben den Mut, als Erstes „Ich liebe dich“ zu sagen. Sie haben den Mut, um Hilfe zu bitten. Sie bewerben sich weiter, wohl wissend, dass weitere Absagen drohen. Sie haben den Mut, sich so zu zeigen, wie sie eben sind, nämlich unperfekt.

Dabei ist Verletzlichkeit für diese Menschen nicht schöner oder angenehmer als für die anderen. Aber sie wird eben auch nicht als etwas Unerträgliches empfunden. Diese Menschen sehen Verletzlichkeit einfach als einen ganz normalen und notwendigen Bestandteil des Lebens an. Und sie glauben, dass das, weshalb sie sich verletzlich fühlen, letztendlich auch das ist, was sie als Mensch schön und wertvoll macht.

Kommunikation findet somit auf ganz anderen, offenen, ehrlichen Ebenen statt.
 
Orbit 27.05.2019 14:37
@ Danke Quintessens und Sehnsucht und allen Anderen, die mir mit ihrer Annerkennung und Stellungnahme Mut machen Themen und Texte einzustellen.
Eure ausführlichen Kommentare zu diesem Text zeigen wie wichtig das Thema ist. Nicht nur ganz allgemein sondern besonders in Partnerschaften, sich mal gemeinsam damit  auseinander zu setzen.
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 15:07
@Sehnsucht 
du erstaunst mich immer wieder. Danke für die Erweiterung von meinem Horizont 🌻🌻 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:24
@Orbit

So etwas würde ich ja gerne mal von einer Frau lesen, aber da schent die Kreativität gänzlich zu fehlen 😉
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:25
scheint! ich hasse das 😅
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:26
Vor geraumer Zeit lernte ich hier einen vielversprechenden Kandidaten kennen.
Anders als so mancher Herr hier und dort und überall....
Sprach er sehr schnell ein ihm wichtiges Thema an,total offen - unverblümt- nix beschönigend.
Leider konnte ich aufgrund mehrmaliger schlechter Erfahrung in meinem vorherigen Leben damit nicht vertrauensvoll und locker umgehen:
Das schrieb ich ihm auch direkt so...
Das Ende vom Lied ist ,er und ich sind jetzt Freunde...und das was er mir aus seinen Erfahrungen erzählen kann ,ist sehr wichtig für mich,es hilft mir.
Er hat jetzt auf 40Gold ne Partnerin gefunden,und war wieder so ehrlich und offen.
Schluss des Liedes:" Beide haben sich vor ca 4Wochen von 40 Gold abgemeldet und packen ihr Glück an.
Als ich gestern erfahren hab wie gut es beiden geht, hab ich fast geweint,mich gefreut wie ein(e) Schneekönig(in).
Es ist möglich,auch wenn es dunkel,zu dunkel zu sein scheint- es ist möglich- jawohl.
Deshalb keine Angst beim Kommunizieren-
Falls mein Gegenüber nicht in der Lage ist mein Gesagtes zu verstehen,verstehen zu wollen....
Weisse Bescheid...
Doch um 180° bessere Richtung ,falls dieser evtl. Seelenbruder fragt:" Sag mal Elfie,hast Du dieses und jenes wirklich so? gemeint? Lass uns darüber plaudern..."
Auch mit ein paar unerwachsenen Worten und Ansichten kann leider sehr viel Vertrauen auf Dauer verspielt werden- auf Kommentare wie:
" Ach komm ,hab Dich nicht so,das war doch alles nicht so gemeint und nur so dahergesagt..".kann 
ich verzichten.
Ein Mann ein Wort( auf das frau sich verlassen kann)! Basta! 😊
Eine Elfie....OK...ein Wörterbuch 😉
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:28
@ Elfie
Kommunikation ist das Zauberwort, aber wer kann noch richtig kommunizieren?
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:41
Nun es war ja gestern Abend im" Ring of Fire"Blog von Jonny Cash ...zu sehen, lesen...
Dass halt die selbe Wellenlänge oft entscheidend ist für eine fruchtbare Kommunikation...
Ähnliche Wertvorstellungen ( inklusive Selbstwert),ähnlicher Humor,
Ein Teamplayer (wir!.)wird besser kommunizieren...
Als ein egoistischer Narzisst( ICH!)...
So isses halt,da wird sich nie was ändern.
Kommunikations(un)fähigkeit lernt man dich wohl im Elternhaus...( Machtausübung/ Machtmissbrauch ebenfalls)
Das ist ein langwieriges Thema - aber äußerst interessant.
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:44
 doch wohl...
Also die Worterkennung schert sich auch einen feuchten Kehricht darum,was ich schreiben möchte!!!- schlechte Kommunikation 😉
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:44
Jungfrau1 11:47 uhr aber höchstens 1 Minute später dann den Text , denn viele Damen mögen kein Geklopfe 🤔😉 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:47
bzw. Herren als Damen oder Umgekehrt wer weiß das hier schon so genau , die beste Art ist dann doch zu telefonieren 🤔, nach dem man weiß mit wen 😉 @Jungfrau1
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:48
oder wegrennen dann war es ein Klopfstreich😉
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:48
Ich sehe das anders, nicht die selbe Wellenlänge ist entscheidend um kompatibel zu sein, es ist die Gabe seine eigene Sichtweise zur Disposition stellen zu können.
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:50
Ne Jungfrau, das war ein Klingelmänchen😉
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:51
Ich denke, wenn man an dem Punkt angekommen ist, der aus diesem Artikel ersichtlich ist, kann man das Scheitern der Beziehung nur noch durch sehr viel "Arbeit" retten. Was natürlich nur gelingt, wenn es beide wollen. 

Ich für meinen Teil möchte nicht "arbeiten", damit ich verstehe und verstanden werde. Ich möchte einfach Freude haben, auch und besonders wenn es um eine feste Bindung, also die Aufgabe meiner Freiheit geht. Freude an Gemeinsamkeit. Vor allem aber Freude an Seelenverwandtschaft. 

Man kann sich sicher jeder Person an-therapieren lassen. Wie das Stockholm-Syndrom beweist, kann man sich nach einiger Manipulation sogar in Menschen verlieben, die wirklich nichts Gutes mit einem vorhaben. 

Aber wo bleibt denn da die vielbeschworene Romantik? Diese Gemeinsamkeit die man sich nur und ausschließlich mit dieser einen Person vorstellen kann. Dieses gegenseitig "Die-Seele-f.....", wie es von Frauen bestimmter Ausrichtung gerne mal unverblümt ersehnt wird.

Deshalb, ..wenn ich Robert-Betz, Paartherapie oder sonstiges benötige um meine Holde zu verstehen oder verstanden zu werden, dann ...habe ich aufs falsche Pferd gesetzt. Dann suche ich, so sehr es auch schmerzen mag, die Gegend wo ich wenigstens eine Chance auf Glück habe, ..nämlich das Weite. 

Ich weiß, ..wenn die Kinder, das Haus, das Darlehen, .. OK. Aber man stielt sich wertvolle Lebenszeit. Und das sollte man einer Person die man liebt, nicht antun. Sich selbst sowieso nicht. 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:51
Klingelmännchen....
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:51
Das Scheitern verhindern .. nicht retten. 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:55
Elingo 16:51 uhr  da ist was dran , funktioniert aber nur , wenn es beide wollen , sonst wird es eine einseitige und am Ende schmerzhafte Sache , welche dann zu großer Depression führen 🤔 kann . 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:56
und wie sieht es mit Emphatie aus ,sich in den anderen hineinversetzten um ihn zu verstehen
und etwas von den Lippen ablesen .Wer will schon alles immer direkt aufs Butterbrotpapier
geschmiert bekommen.😉
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 16:59
@Baerchen0810: Einer ist immer der Loser/die Loserin. In ähnlich gelagerten Fällen wie diesem, sowohl beim Zusammenbleiben, wie auch beim Auseinandergehen. 

Eine Win-win-Situation ist da nicht möglich. Es sei denn nach einiger Zeit, ..wenn auch der oder die Verlassene einsieht, dass die Entscheidung richtig war. 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:00
Danke Jungfrau. Empathie ist für mich Grundvoraussetzung. Aber sie nützt nichts, wenn der andere komplett verschlossen ist oder einen mit Aussagen auf eine "falsche Fährte" führt.
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:05
Disposition? Wohl eher zur Diskussion stellen zu können...
Natürlich sollte man seine eigene Sichtweise erklären können oder wenn man offen für Serendipität ist im Gespräch neues Wertvolles erkennen,und evtl in seine ureigene Sichtweise mit einbauen...bzw falls man/ frau Folgefehler in seiner Betrachtungsweise erkannt hat - gänzlich austauschen. Denn auch eine Ü50 lernt gerne noch dazu👍
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:07
Empathie kann man nur deuten, wenn sich zwei Personen real gegenüber sitzen, aber doch nicht hier, auf einer Webseite, wo Papier geduldig ist.
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:15
Aus diesem Text ist zu wenig über das Paar zu erfahren. Deshalb mal ganz allgemein: 
Wenn ein Kopfmensch auf eine Künstler-Seele trifft, dann wird es schwierig. Es sei denn, der Kopfmensch findet es süß oder genial, wie der Seelenmensch blumig umschreibt, was ihm oder ihr wichtig ist. 

Es geht, ..ich weiß das aus Erfahrung, ..ich kann süß finden, wie sie ihren Krümeltisch einfach so mir überlässt um der Sonne beim Scheinen zu zu sehen oder ein Liedlein zu komponieren. Aber sobald zum Beispiel die Frage des gemeinsamen Wohnens in den Raum geworfen wird, fände ich eher süß wenn sie sich an der Hausarbeit beteiligen und Notwendiges zuerst erledigen würde. 

Deshalb, man muss sich gut überlegen, wen man für was "bucht" und wofür man gebucht werden soll. 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:19
Exclusiv, Empathie gibt es für Dich nicht in Schriftform und nicht am Telefon?

Die hängt für mich auch von der Art der Kommunikation ab. Wenn ich meinem Gegenüber alles in den Mund lege, ist klar, daß er sich auf mich einstellen kann, ohne zuviel von sich Preis zu Geben. Man sollte auch zuhören können.
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:19
@Eilingo    und wenn du sagen würdest was du willst ? Komunikation geht auch mir Künstlerinnen
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:20
Ein sehr gutes und besonders wichtiges Thema für Beziehungen. Irritiert bin ich allerdings etwas davon, dass scheinbar Anfangs nur über die Verletzlichkeit von Frauen gesprochen bzw. geschrieben wird. Doch ich denke, ja und weiß es auch, dass Männer ebenfalls unter Verletzlichkeit leiden können – wobei ich nicht an die Verletzlichkeit ihrer Eitelkeit denke.

Ob tatsächlich die Angst vor Verletzlichkeit für einen Mangel an Offenheit ausschlaggebend ist, wage ich anzuzweifeln, denn ich glaube, Verletzlichkeit ist unabhängig von Offenheit oder deren Mangel. Denn auch bei völliger Offenheit kann man durchaus auch verletzt werden. Ebenso sollte für mangelnde Offenheit und Vertraulichkeit eine irgendwann erlebte Verletzlichkeit nicht vorgeschoben  werden. Denn das wäre das Einbringen der Vergangenheit in  eine neue Zukunft. Doch Altlasten muss man konsequent streichen, wenn man eine glückliche Zukunft aufbauen will.

Da ergänzen sich  meines Erachtens Vertrautheit und Offenheit viel eher und leben voneinander, und die Verletzlichkeit bleibt außen vor. Denn für mangelnde Offenheit ist – wiederum meines Erachtens - meistens fehlende Vertrautheit ausschlaggebend. Beides wächst aber gemeinsam! Und beide sollten und müssen daran arbeiten, um glücklich zu werden! 🤔 😊
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:25
@Feuilleton: Wenn eine Frau die nicht meine feste Partnerin ist, ihre Krümel nicht wegräumt, aber ansonsten eine wunderbare "Komplizin" ist, dann genieße ich ihre wunderbaren Seiten und toleriere die anderen. 

Ich glaube, Cher war es, die gesagt hat "Alle suchen den Richtigen, ..dabei kann man mit dem Falschen so schöne Stunden erleben!"
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 17:40
@Elingo

Ich hab vergesse  das du die Frau gebucht hast.  Ich war gedanklich bei einer Beziehung
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 18:16
@Feuilleton: Ich weiß nicht wo Du gedanklich warst. Aber ich bin sicher, Missverständnisse, bzw. Unverständnis wie in dem o. g. Artikel würden viele Frauen auch bei Dir finden. Es bringt nichts, sich als Frauen-Versteher zu präsentieren. Denn intelligente Frauen wissen genau, dass Männer sie niemals verstehen werden. 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 18:24
Frauen- Verstehen 
klingt fast wie ein Schimpfwort. Ich bin definitiv keiner, das weis ich, aber ich gebe nicht auf 
 
(Nutzer gelöscht) 27.05.2019 18:35
ich kann Frauen verstehen , wenn sie laut genug rufen😉
 
Orbit 27.05.2019 18:44
@ exclusiv - Danke - ich schreibe ganz gerne mal über Dinge die mich beschäftigen in dieser Form, mag das jonglieren mit Worten oft in kleine Geschichten verpackt. Ob den Damen dazu die Kreativität fehlt mag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht fürchten sie ja auch die Kritik, die man ja auch unweigerlich einstecken muss, wenn man etwas öffentlich macht. Du kennst das ja selbst.

@ elingo - wie ich eingangs in einem Kommentar schrieb : Es ist ziemlich lange her, dass ich das schrieb. Aber doch immer aktuell denke ich. Ein Brief an eine bestimmte Person war es im Ursprünglichen nicht. Gedanken zur Kommunikation miteinander, wie ich sie oft erlebe um mich herum. Dass Menschen, das was sie sagen wollen, in etwas verpacken. So wie in dieser Geschichte eben auch etwas eingepackt ist.
Insofern spielt das Paar hier keine wirkliche Rolle und die Geschichte ist nicht wirklich real. Aber diese Art miteinander zu reden findet sich öfter am Anfang als am Ende.

@ all freue mich, dass das Thema Kommunikation gut auf einer Partnerseite angekommen ist, wie ja an euer regen Beteiligung zu merken ist.
 
Yaska 27.05.2019 19:31
Orbit, das, was Du an Verhalten beschreibst, das ist wohl gar nicht so selten - übrigens bei Männlein wie bei Weiblein ....

mich hat es an meine Jugend erinnert, an die ersten zarten Versuche mich einem (männlichen) Gegenüber verständlich zu machen .... weia ...... ich konnte schon recht ordentlich "kryptisch"  vor mich hin orakeln seinerzeit 😜

ich persönlich fand es zunächst sehr schwierig, klar zu äußern, was ich denke, fühle oder erwarte - mit jedem Mal, wo ich es tat, ging es aber besser und leichter.
Heute merke ich sofort, wenn es (in meinen Augen) nötig wäre etwas klar zu sagen und versuche es dann auch umgehend in die Tat umzusetzen - nicht immer zum Wohlgefallen eines Gegenübers.
Irgendwer hat mal zu mir gesagt, er habe sich nicht vorstellen können, dass ich real so sei wie schriftlich - ich habe es als Kompliment gewertet 😎 (wobei ich ja glaube, er meinte eher, dass er etwas ratlos im Umgang mit mir war, weil ich seine "Flirt-Spielregeln" irgendwie nicht mitspielte)
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