Ein unvergängliches Geschenk
23.07.2009 20:03
Ein unvergängliches Geschenk
23.07.2009 20:03
Ein unvergängliches Geschenk
Ein unvergängliches Geschenk
Diese Geschichte handelt davon, daß vor nicht allzulanger Zeit ein Mann seine 5jährige Tochter dafür tadelte, daß sie eine Rolle wertvolles goldenes Geschenkpapier sinnlos vergeudete. Das Geld war ohnehin knapp und deshalb wurde er sogar noch ungehaltener, als er sah, daß das Kind sie dazu benutzte, eine Schachtel zu verzieren, die er extra bereit gestellt hatte um damit ein Geschenk zu verpacken, das unter den Weihnachtsbaum gestellt werden sollte. Das kleine Mädchen ließ sich trotzdem nicht entmutigen, brachte die Geschenkebox am nächsten Morgen zu ihrem Vater und sagte: „Das ist für Dich, Papa." Der Vater war beschämt über seine unbeherrschte Überreaktion. Aber erneut flammte sein Ärger auf, als er die Schachtel öffnete und sie leer fand. Er fuhr sie an: „Weißt Du nicht, kleines Fräulein, daß, wenn Du jemandem ein Geschenk machst, der erwartet, daß auch etwas in der Verpackung drin ist?" Das kleine Mädchen schaute mit Tränen in den Augen zu ihm auf und sagte: „ Oh Papa, sie ist doch nicht leer! Ich hab so viele Küsse für dich hineingedrückt, bis die Schachtel ganz voll war." Der Vater war bestürzt und schämte sich fürcherlich. Er fiel auf die Knie, schlang seine Arme um das kleine Mädchen zog es an sich und bat es von ganzem Herzen, ihm zu vergeben für seine unüberlegte und ungerechtfertigte Wut.
Kurze Zeit darauf kam das Kind bei einem Unfall ums Leben und man erzählt sich, daß der Vater die goldene Schachtel sein ganzes Leben lang neben seinem Bett aufbewahrte. Und wann auch immer er entmutigt war oder von schwierigen Problemen fast erdrückt wurde, öffnete er die Schachtel und nahm sich einen imaginären Kuß heraus um sich der Liebe des Kindes, das sie da hineingelegt hatte, zu erinnern.
Und ist es nicht in Wirklichkeit so? Jeder von uns, jedes menschliche Wesen braucht doch eine Schachtel mit dieser bedingungslosen Liebe, mit Küssen, Träumen und Wünschen von unseren Kindern, der Familie, von Freunden, von Gott.... Es gibt keinen wertvolleren Besitz, den wir je in Händen halten könnten.
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(Nutzer gelöscht) 06.02.2026 17:01
Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien. Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben. Eines Tages aber beschloß eine kleine Zeile Blindtext, ihr Name war Lorem Ipsum, hinaus zu gehen in die weite Grammatik. Der große Oxmox riet ihr davon ab, da es dort wimmele von bösen Kommata, wilden Fragezeichen und hinterhältigen Semikoli, doch das Blindtextchen ließ sich nicht beirren. Es packte seine sieben Versalien, schob sich sein Initial in den Gürtel und machte sich auf den Weg. Als es die ersten Hügel des Kursivgebirges erklommen hatte, warf es einen letzten Blick zurück auf die Skyline seiner Heimatstadt Buchstabhausen, die Headline von Alphabetdorf und die Subline seiner eigenen Straße, der Zeilengasse. Wehmütig lief ihm eine rhetorische Frage über die Wange, dann setzte es seinen Weg fort. Unterwegs traf es eine Copy. Die Copy warnte das Blindtextchen, da, wo sie herkäme wäre sie zigmal umgeschrieben worden und alles, was von ihrem Ursprung noch übrig wäre, sei das Wort "und" und das Blindtextchen solle umkehren und wieder in sein eigenes, sicheres Land zurückkehren. Doch alles Gutzureden konnte es nicht überzeugen und so dauerte es nicht lange, bis ihm ein paar heimtückische Werbetexter auflauerten, es mit Longe und Parole betrunken machten und es dann in ihre Agentur schleppten, wo sie es für ihre Projekte wieder und wieder mißbrauchten. Und wenn es nicht umgeschrieben wurde, dann benutzen Sie es immernoch.
Jetzt
Wirklich hart dieser Text!!
Muß zugeben, auch meine Augen sind nicht mehr ganz trocken1
Liebe Grüße vom Katerle Wolfi