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Das Recht auf Anonymität im Internet

Das Recht auf Anonymität im Internet
In Deutschland gibt es ein gesetzlich verankertes Recht auf Anonymität im Internet.

Anbieter digitaler Dienste müssen die Nutzung ihrer Dienste

            anonym oder unter Pseudonym 

ermöglichen um die informationelle Selbstbestimmung der Nutzer zu wahren - § 19 Abs. 1 TTDSG

Der BGH hat dies in diversen Urteilen bestätigt, indem er beispielsweise die Klarnamenspflichten von Plattformen wie Meta für unwirksam erklärte.

Eine allgemeine Pflicht zur Identitätsangabe gibt es daher nicht, Pseudonyme sind zulässig.

Plattformbetreiber müssen die Nutzerdaten nur bei Straftaten, wie z.B. Beleidigung, preisgeben.

Kommentare

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TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 08:47
Die Forderung nach "der Wahrheit entsprechenden" persönlichen Angaben, wie sie von User/innen auf diesem Portal immer wieder erhoben wird, ist deshalb absurd und rechtlich weder erforderlich noch geboten.
 
DieSpanier 29.12.2025 09:03
Es geht bei der Forderung nach Authentizität doch lediglich darum, einem potenziellen Interessenten die Möglichkeit zu geben, entscheiden zu können ob der "Gegenüber" passen könnte.
Unabhängig von der gesetzlichen Seite, ist "Ehrlichkeit" in "Wort" und "Bild" sicherlich hilfreich wenn man einen Partner sucht.
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 09:09
Das sehe ich auch so, aber eine rechtliche Verpflichtung dazu kann ich nicht erkennen.
 
DieSpanier 29.12.2025 09:11
Die gibt es in der Tat nicht, deshalb agieren viele im Internet auch dermaßen unterirdisch, sie meinen ja "anonym" zu sein, welch ein Irrglaube.
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 09:17
Für andere Nutzer des Internets ist man zunächst mal wirklich "anonym", wenn man seine wahren persönlichen Daten nicht preisgeben hat.

Allerdings kann im Falle von Straftaten über die beim Diensteanbieter gespeicherte IP-Adresse, nicht immer aber in den meisten Fällen, die Identität ermittelt werden.
 
DieSpanier 29.12.2025 09:28
Sich im Internet eine gewisse Anonymität zu erhalten ist nicht zu verurteilen, kann viele Gründe haben. 
Wer aber mit seiner vermeintlichen Anonymität stänkern und provozieren will, der ist zwar für den Moment
"sicher" vor Konsequenzen, aber halt nur solange, sein Handeln niemandem schadet.
Bei der Partnersuche sollte man aber schon mit seinen "echten" Daten hantieren, muss ja nicht soweit gehen, dass jeder direkt vor der Tür stehen kann, also Klardaten nur was den Vornamen, dass Alter und das Bundesland angeht. Ein authentisches Foto ca. 1 Jahr alt dürfte auch kein Problem darstellen und schon hat ein Interessent die bestmögliche Chance sich ein "Bild" zu machen ob es passen könnte.
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 09:39
Niemand braucht mein Foto - und deshalb gibt es auch kein einziges Foto von oder mit mir im Internet. 

Fotos kann man austauschen, wenn es ansonsten passen könnte, vom Alter, vom Wohhnort, vom Körpergewicht - und ganz wichtig, von der Psyche her.

Wem das nicht gefällt, hat halt Pech gehabt.
Andere Mütter haben auch hübsche Töchter.

Ist bei mir aber rein theoretisch, da ich nicht auf Suche bin.
 
DieSpanier 29.12.2025 09:44
Auch wenn ich dir da nicht zustimmen mag, so kann ich es akzeptieren, ist und bleibt das Recht des einzelnen.
 
ASAP 29.12.2025 09:55
"Von mir kein Foto im Internet!" Das ist für viele ein schöner, aber nicht mehr zu erfüllender Traum. 

"Keins, das mir, bzw. meiner Adresse und meinen Aktivitäten im Internet zugeordnet werden kann." ist sicher schon eher zu realisieren. 

Jeder der mit einem Smartphone unterwegs ist, kann fotografieren was das Zeug hält. Auf meinem aktuellen Profilfoto sind im Hintergrund etliche Leute zu sehen. Ich habe die Gesichter abgedeckt. Doch nicht alle tun das. 

Wenn mir in der Öffentlichkeit jemand entgegen kommt, der an seinem Smartphone spielt, weiß ich nicht, ob er sich da etwas anschaut oder mich fotografiert oder filmt. 

Es kann also sein, dass mein Antlitz für was auch immer missbraucht wird, ..ohne dass ich es verhindern könnte. 

Der einzige wirklich wirksame Schutz dagegen ist, nicht aus dem Haus gehen. Oder aber Vollverschleierung tragen. 

Mir gefällt das nicht. Aber so wie damals vielen die Autos oder Flugzeuge nicht gefielen, so kann ich heute an dieser Entwicklung nichts ändern.
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 14:10
Richtig:
"Keins, das mir, bzw. meiner Adresse und meinen Aktivitäten im Internet zugeordnet werden kann."

Alle anderen anonymen Aufnahmen kann man, zumindest gegenwärtig, noch unbeachtet lassen. 
Denn nur ich selbst und wer mich eh persönlich kennt, kann mich darauf identifizien.

Allerdings deuten neueste Entwicklungen darauf hin, dass man sich darauf bereits in absehbarer Zeit nicht mehr verlassen kann.
 
Marian 29.12.2025 14:21
ich habe ein paar sehr nette Videos und einen Ausweis von einem sehr sympathischen Herren bekommen, aber echt ist er trotzdem nicht. Die fälschen mittlerweile alles und das in einer ausgezeichneten Qualität
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 14:33
DU hast es offensichtlich gleich erkannt. 👍👍👍

Aber solange es Menschen gibt, die sich von sowas blenden lassen, wird es Betrüger geben, die das für ihre Zwecke nutzen und Kapital daraus schlagen.

Letztens habe ich gelesen, dass selbst die Polizei ein Opfer nicht davon abhalten konnte, einem solchen Betrüger erneut Geld zu überweisen, weil sie fest davon überzeugt war, dass er zu Unrecht beschuldigt wurde.
 
Asu15 29.12.2025 14:45
Secret

"Eine allgemeine Pflicht zur Identitätsangabe gibt es daher nicht, Pseudonyme sind zulässig."

Gilt das dann auch, wenn jemand ein Googlekonto hat?

Warum ich das frage:

Immer wieder lese ich in Google-Rezensionen, dass ein angepisster Arzt oder auch Zahnarzt dann auf die Rezi (sinngemäß ) antwortet:

"Ihr Name ist leider nicht in unserer Patientendatei, es muss sich um eine Verwechslung handeln"
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 14:58
Habe Deine Frage wohl nicht vollumfänglich verstanden.

Ansonsten kann natürlich auch ein Google-Konto völlig ohne Angabe der wahren Identität mit frei erfundenen Angaben angelegt und genutzt werden.

Ob dies auch von § 19 Abs. 1 TTDSG gedeckt ist, weiß ich allerdings nicht.

Mein Google-Konto enthält jedesfalls keine der Wahrheit entsprechenden persönlichen Angaben.

Sobald man jedoch beispielsweise Zahlungen über das Google-Konto tätigt, kann man über die Bankverbindung identifiziert werden.
 
Asu15 29.12.2025 15:03
DieSpanier

"Es geht bei der Forderung nach Authentizität doch lediglich darum, einem potenziellen Interessenten die Möglichkeit zu geben, entscheiden zu können ob der "Gegenüber" passen könnte."

Und das willst du am Klarnamen festmachen?

Sorry, aber das finde ich lächerlich.
 
Asu15 29.12.2025 15:07
TheSecret

"Habe Deine Frage wohl nicht vollumfänglich verstanden."

Na ja, die (Zahn)ärzte wollen damit die an ihnen verübte Kritik abwehren, indem sie sie als Fake darstellen.

Aber wenn jemand bei seinem Googlekonto ein Pseudonym angibt, dann KANN er mit diesem Pseudonym ja gar nicht in der Patientendatei stehen.

Jetzt klarer?
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 15:16
Der Zahnarzt könnte die Bewertung m.E. nur dann einem Patienten zuordnen, wenn der Patient dem Zahnarzt seine Google-Mail-Adresse hinterlassen hat UND dieselbe Mailadresse für die Bewertung genutzt hat.

Enthält aber diese Mail-Adresse nicht den Namen des Patienten, kann er sie selbst dann nicht ohne weiteres einem Patienten zuordnen.

Wie will er das machen, wenn die Mail-Adresse beispielsweise "HeyDoc@google.de" lautet?
 
Asu15 29.12.2025 15:20
Das heißt also, er kann nichts machen, 
wenn er die Klardaten nicht hat.

Von daher ist's nicht weiter als ein "netter Versuch",
wenn er so argumentiert wie oben beschrieben.
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 15:25
Durch eine Strafanzeige beispielsweise könnte über die IP-Adresse, mit der die Bewertung ins Netz gestellt wurde, der Urheber der Bewertung ermittelt werden.
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 16:02
Digitale Anonymität:

Justizministerin Hubig lehnt Klarnamenpflicht im Internet ab

Aktualisiert am 28.12.2025, 07:47 Uhr

https://www.gmx.net/magazine/politik/videos/inland/justizministerin-stefanie-hubig-lehnt-klarnamenpflicht-internet-41729666
 
TheSecretEyesOfMI6 29.12.2025 16:17
Die folgende Meldung stellt selbst die allgegenwärtige Kamera-Uberwachung im öffentlichen Raum in den Schatten 

Forscher des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) haben eine beunruhigende Entdeckung gemacht: 

Jeder Mensch kann durch WLAN-Wellen geortet und identifiziert werden. Und zwar, OHNE dass er über eines seiner Geräte mit dem WLAN verbunden ist.

https://www.pcwelt.de/article/2939856/wlan-wird-zum-spion-so-lassen-sich-menschen-ohne-handy-orten-und-identifizieren.html
 
TheSecretEyesOfMI6 30.12.2025 14:14
Cybermobbing - und wie man sich dagegen schützen kann:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybermobbing/
 
TheSecretEyesOfMI6 01.01.2026 06:05
Und in den Tagen vor dem Jahreswechsel haben sich erneut zwei User/innen

     - angewidert von dem Hass und der Hetze durch eine unsägliche Clique -   

von diesem Portal verabschiedet.
 
TheSecretEyesOfMI6 04.01.2026 13:42
Cybermobbing der übelsten Art - wie gestern so auch heute wieder in den Blogs ...
 
TheSecretEyesOfMI6 08.01.2026 01:03
Es gibt in Deutschland ein RECHT auf Anonymität im Internet.

Jeder kann mit einem Pseudonym VÖLLIG LEGAL im Internet agieren - und braucht sich NICHT zu rechtfertigen, wenn er - natürlich mit seinen echten Daten - eine Strafanzeige erstattet.

Das wird denjenigen sicher noch zum Verhängnis werden, die glauben, jemand der hier keine echten Daten angegeben hat, könne sie nicht rechtlich belangen
 
TheSecretEyesOfMI6 08.01.2026 02:56
👍
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