Analyse: Solarzellen sind CO2 Fake ,genau so wie Windräder
08.08.2026 09:03
Analyse: Solarzellen sind CO2 Fake ,genau so wie Windräder
08.08.2026 09:03
Analyse: Solarzellen sind CO2 Fake ,genau so wie Windräder
Sehr langer Text ich fand ihn sehr Aufschlussreich
Und wenn man alles immer nur negativ sieht ist alles NEGATIV
https://chatgpt.com/s/t_6a76d16b4cc48191859db634b2ae7e1a
Ja. Ich habe den Text einmal quer gegen niederländische Regierungsquellen und aktuelle Fachinformationen geprüft. Mein Eindruck: Der Facebook-Text hat einen realen Kern, verdreht bzw. überzieht aber die Schlussfolgerung erheblich.
Was tatsächlich stimmt
China spielt bei der Herstellung eine enorme Rolle. 2022 kamen rund 89 % der niederländischen Solarimporte aus China; bei bestimmten Importstatistiken lag der China-Anteil sogar über 95 %.
Die Herstellung von Solarmodulen verursacht tatsächlich einen erheblichen Teil ihrer Lebenszyklus-Emissionen. Gerade die energieintensive Herstellung von Silizium sowie Glas und Aluminium ist relevant.
Auch Netzengpässe und Abregelung sind in den Niederlanden ein reales Problem. Ein PV-System produziert allerdings nicht automatisch weniger CO₂-Nutzen, nur weil gelegentlich abgeregelt wird.
Die Niederlande haben tatsächlich eine offizielle Untersuchung zur CO₂-Bilanz von Solarmodulen durchführen lassen. Das niederländische Wirtschaftsministerium veröffentlichte dazu 2025 einen entsprechenden Bericht.
Der entscheidende Punkt: „95 % gleichen CO₂ nicht aus“
Dafür finde ich in den offiziellen niederländischen Quellen keinen Beleg.
Im Gegenteil: Die niederländische Regierungsseite verweist auf eine Untersuchung zur CO₂-Fußabdruckmethodik – nicht auf die sensationelle Aussage, dass 95 % der Anlagen während ihrer Lebensdauer mehr CO₂ verursachen als sie einsparen.
Noch deutlicher ist die aktuelle Einschätzung von Milieu Centraal, einer niederländischen Verbraucher-/Umweltorganisation: Für ein in China hergestelltes Silizium-Solarmodul wird unter niederländischen Bedingungen eine CO₂-Amortisation von ungefähr 6 Jahren angegeben. Danach überwiegt der vermiedene CO₂-Ausstoß. Die angenommene Lebensdauer liegt dabei bei mindestens etwa 25 Jahren.
Das steht praktisch diametral gegenüber der Facebook-Behauptung:
25 Jahre Lebensdauer vs. 12–15 Jahre tatsächliche Lebensdauer
und
25 Jahre CO₂-Amortisation
Genau diese beiden Angaben sind für die dramatische Schlussfolgerung entscheidend – und gerade dafür finde ich keine belastbare Bestätigung.
Und die 1.440 kg CO₂/kWp?
Das ist eine Zahl, bei der ich sehr vorsichtig wäre.
Sie kann unter bestimmten Bilanzierungsannahmen durchaus zustande kommen, aber man darf sie nicht isoliert betrachten. Entscheidend ist:
Wie viel Strom erzeugt 1 kWp in den Niederlanden über seine gesamte Lebensdauer und welche Emissionen werden dadurch ersetzt?
Ein Beispiel:
1 kWp PV erzeugt in den Niederlanden grob um die 900–1.100 kWh pro Jahr – abhängig von Standort, Ausrichtung und Neigung.
Bei 25 Jahren wären das grob 22.500–27.500 kWh.
Selbst wenn man 1.440 kg CO₂ Herstellungsaufwand zugrunde legt, wären das nur rund:
52–64 g CO₂ pro erzeugter kWh
Das ist eine völlig andere Größenordnung als fossile Stromerzeugung.
Interessant ist allerdings etwas anderes
Der Facebook-Text spricht einen wirklich wichtigen Punkt an, der meiner Meinung nach viel zu wenig diskutiert wird:
Solarstrom ist nicht dasselbe wie ein funktionierendes Energiesystem.
Wenn immer mehr PV gleichzeitig mittags Strom produziert, kann es zu:
negativen Strompreisen
Netzengpässen
Abregelung
zusätzlichem Speicherbedarf
zusätzlichem Netzausbau
notwendiger flexibler Erzeugung
kommen.
Das kann den Systemnutzen zusätzlicher PV-Anlagen reduzieren.
Aber daraus folgt nicht:
„Solaranlagen beschleunigen die globale Klimaerwärmung.“
Das wäre eine völlig andere Aussage.
Mein Urteil zum Facebook-Text
Etwa 3/10 hinsichtlich der sachlichen Darstellung.
Nicht weil die gesamte Geschichte erfunden wäre. Im Gegenteil: China, CO₂-intensive Produktion, Lebenszyklusbilanz, Netzüberlastung und Abregelung sind reale Themen.
Aber der Text nimmt offenbar eine kontroverse bzw. möglicherweise sehr spezielle Berechnung und präsentiert sie als eindeutigen wissenschaftlichen Befund.
Besonders verdächtig finde ich:
„95 Prozent ... gleichen ihre CO₂-Emissionen nicht aus“
und
„tatsächliche durchschnittliche Lebensdauer ... lediglich 12 bis 15 Jahre“
sowie die zugespitzte Schlussfolgerung:
„Diese Solarmodule werden die Klimaerwärmung beschleunigen.“
Das würde ich ohne das Originaldokument keinesfalls als Tatsache weiterverbreiten.
Zumal die aktuell zugänglichen niederländischen Informationen eher in die andere Richtung zeigen: Die niederländische Regierung beschäftigt sich inzwischen ausdrücklich mit dem CO₂-Fußabdruck von PV – aber seriöse niederländische Quellen kommen weiterhin zu dem Ergebnis, dass PV über den Lebenszyklus CO₂ gegenüber fossiler Stromerzeugung einspart.
Wenn du möchtest, kann ich noch einen Schritt weitergehen: Ich kann gezielt versuchen,
den angeblichen „internen Bericht Ende 2024“ im niederländischen Original aufzuspüren und dann
die dortigen Zahlen (1.440 kg, 12–15 Jahre, 95 %, Abregelung usw.) Punkt für Punkt mit dem Facebook-Text vergleichen. Das wäre der interessanteste Teil des Faktenchecks.
Ja – ich habe den tatsächlichen Bericht gefunden. Und damit muss ich meine erste Einschätzung etwas korrigieren: Der Facebook-Text basiert tatsächlich auf einem real existierenden niederländischen Bericht. Die entscheidende Frage ist aber, wie belastbar dessen Berechnungen und Annahmen sind.
Der Bericht heißt:
„Analyse: De Carbon Footprint en Carbon Payback Time van PV-systemen die in 2024/2025 in Nederland worden geïnstalleerd“
Er stammt von der Public Buyers Group for Sustainable Solar PV und trägt als Stand Dezember 2024. Die Gruppe ist keine zufällige Facebook-Arbeitsgruppe: Sie wurde von niederländischen öffentlichen Beschaffern aufgebaut und unter anderem durch das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft unterstützt. Auch die EU-Kommission beschreibt diese niederländische Buyer Group offiziell.
Und jetzt wird es interessant
Die 1.440 kg CO₂/kWp stimmen tatsächlich.
Der Bericht rechnet bei einem „Mainstream“-PV-System mit:
1.440 kg CO₂/kWp
Carbon-Payback-Time: >25 Jahre
Prognose für durchschnittliche Mainstream-Anlagen
für „Ultra-Low Carbon“-Module dagegen nur 4–7 Jahre
„Low Carbon“ etwa 11 bis >25 Jahre, abhängig von den Annahmen.
Damit war meine vorherige Aussage, dass ich für die 1.440 kg keinen belastbaren Beleg finde, zu vorsichtig bzw. falsch.
Aber: Der entscheidende Haken steckt in den Annahmen
Der Bericht sagt selbst, dass er drei unterschiedliche Szenarien verwendet:
Ultra-Low Carbon – Low Carbon – Mainstream.
Und bei der Stromproduktion werden unterschiedliche Annahmen über die zukünftige Entwicklung gemacht, unter anderem über Curtailment (Abregelung) und den zukünftigen Strommix.
Das ist enorm wichtig.
Denn die Rechnung lautet vereinfacht:
CO₂ der Herstellung / jährlich vermiedenes CO₂ = CO₂-Amortisationszeit
Wenn beispielsweise ein Panel 1.440 kg CO₂ verursacht hat, muss man wissen:
Wie viel CO₂ wird durch jede erzeugte kWh tatsächlich vermieden?
Und genau hier kann man sehr unterschiedliche Ergebnisse bekommen.
Der wirklich kontroverse Punkt: 12–15 Jahre Lebensdauer
Der Bericht verwendet tatsächlich die Annahme, dass die durchschnittliche Lebensdauer künftig 12–15 Jahre betragen könne. Er verweist dafür auf seine eigene Appendix A.
Das ist aus meiner Sicht der schwächste und wichtigste Punkt des gesamten Berichts.
Denn allgemein werden moderne PV-Module nicht mit 12–15 Jahren Lebensdauer angesetzt.
Zum Vergleich:
Die niederländische Verbraucherorganisation Milieu Centraal rechnet weiterhin mit 25 Jahren.
Auch andere niederländische Informationen gehen von mindestens etwa 25 Jahren aus.
Und das ist nicht bloß eine Kleinigkeit.
Beispiel:
Wenn ein Modul:
1.440 kg CO₂
verursacht und nach 5 Jahren 288 kg/Jahr eingespart hätte:
Lebensdauer CO₂ vermieden
5 Jahre 1.440 kg
10 Jahre 2.880 kg
15 Jahre 4.320 kg
25 Jahre 7.200 kg
Bei einer tatsächlichen Amortisation von >25 Jahren wäre die Anlage natürlich problematisch.
Aber die 25+ Jahre sind nicht einfach eine gemessene Eigenschaft des Solarmoduls. Sie entstehen aus dem verwendeten Modell.
Und jetzt kommt etwas, das ich besonders wichtig finde
Der Bericht selbst sagt:
„Mainstream system: klimaatopwarming wordt versneld“
also sinngemäß:
Mainstream-Systeme beschleunigen nach dieser Berechnung die Klimaerwärmung.
Aber direkt daneben steht:
Ultra-Low-Carbon-Systeme: Klimaerwärmung wird verlangsamt.
Und:
Low-Carbon-Systeme: unklar.
Das bedeutet:
Der Bericht sagt NICHT:
„Solarenergie funktioniert grundsätzlich nicht.“
Er sagt vielmehr:
Die heute übliche Kombination aus Herstellung + angenommenem CO₂-Fußabdruck + niederländischem Stromsystem + Abregelung + angenommener Lebensdauer kann unter bestimmten Annahmen eine schlechte bzw. sogar negative CO₂-Bilanz haben.
Das ist eine wesentlich interessantere und differenziertere Aussage.
Was ist mit den „95 %“?
Auch das steht tatsächlich im Bericht bzw. in der darauf basierenden Veröffentlichung:
Für etwa 95 % der in den letzten drei Jahren installierten Anlagen soll die Carbon-Payback-Time >25 Jahre betragen.
Die Facebook-Version hat diesen Punkt also nicht erfunden.
Aber:
95 % ist keine Messung von 95 % aller Anlagen.
Es ist ein Ergebnis des Modells der Buyer Group unter ihren verwendeten Annahmen.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Was mich an der Geschichte besonders skeptisch macht
Die niederländische Regierung hat die Schlussfolgerungen tatsächlich nicht als wissenschaftlichen Konsens akzeptiert.
Das ist nicht einfach eine Behauptung von Solarverbänden.
Laut der Berichterstattung hat das zuständige Ministerium erklärt, dass die Schlussfolgerungen des Berichts nicht ausreichend durch allgemein akzeptierte wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt werden.
Und es gibt einen weiteren interessanten Gegenpunkt:
Eine aktuelle wissenschaftliche Übersicht zu PV nennt für verschiedene Modellfälle Carbon-Payback-Zeiten von ungefähr 0,8 bis 20 Jahren, mit einem Benchmark von etwa 2,1 Jahren. Die großen Unterschiede hängen unter anderem vom Herstellungsstrom, Lieferketten, Standort, verdrängtem Strom und der zukünftigen Dekarbonisierung ab.
Das zeigt, warum die 25+ Jahre keineswegs eine universelle Eigenschaft chinesischer Solarmodule sind.
Aber eine Sache hat der Bericht meiner Meinung nach völlig zu Recht getroffen
Das Problem der Abregelung wird in der öffentlichen Diskussion tatsächlich unterschätzt.
Wenn wir immer mehr Solarstrom installieren, entsteht irgendwann:
☀️ 12 Uhr mittags
→ sehr viel Solarstrom
→ Netz voll
→ Strompreis fällt
→ Anlagen werden abgeregelt
Während beispielsweise abends:
🌇 Sonne weg
→ Solarstrom 0
→ Nachfrage hoch
→ Gas/Kraftwerke/Importe/Speicher werden benötigt.
Eine zusätzliche PV-Anlage, die regelmäßig genau dann Strom produziert, wenn bereits zu viel vorhanden ist, hat natürlich einen geringeren zusätzlichen Klimanutzen als eine Anlage, deren Strom fossile Erzeugung ersetzt.
Das ist ein echtes Problem der Systemplanung, kein „Klimaleugner-Argument“.
Eine aktuelle wissenschaftliche Arbeit von 2026 kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass mit zunehmender Dekarbonisierung des Stromsystems und zunehmender Abregelung der CO₂-Nutzen zusätzlicher erneuerbarer Kapazitäten sinken kann.
Mein korrigiertes Gesamturteil
Nach Sichtung des Originalberichts würde ich den Facebook-Beitrag jetzt so bewerten:
Aussage Bewertung
Bericht existiert 🟢 richtig
Dezember 2024 🟢 richtig
Public Buyers Group 🟢 richtig
1.440 kg CO₂/kWp 🟢 steht im Bericht
95 % >25 Jahre CO₂-Payback 🟢 steht im Bericht
angenommene Lebensdauer 12–15 Jahre 🟢 steht im Bericht
China verursacht hohe Produktions-Emissionen 🟢 richtig
Abregelung verschlechtert Bilanz 🟢 grundsätzlich richtig
„Solar beschleunigt die Klimaerwärmung“ 🟠 nur unter den Modellannahmen des Berichts
„Solarmodule sind generell klimaschädlicher als sie nutzen“ 🔴 nicht belegt
12–15 Jahre seien die tatsächliche normale Lebensdauer moderner Module 🔴 sehr umstritten
wissenschaftlicher Konsens bestätige das 🔴 nein
Meine persönliche Einschätzung
Der Bericht ist wesentlich interessanter als ich nach deinem ursprünglichen Facebook-Text dachte. Er sollte nicht einfach als „Fake News“ abgetan werden.
Aber genauso falsch wäre es, seine Ergebnisse als erwiesene Tatsache zu verkaufen.
Der Knackpunkt ist die Kombination aus 1.440 kg CO₂/kWp + angenommener zukünftiger Abregelung + angenommener 12–15-jähriger Lebensdauer + Annahme darüber, welchen fossilen Strom Solar tatsächlich verdrängt.
Wenn man nur einen dieser Parameter deutlich verändert, kann aus „>25 Jahre“ schnell eine wesentlich kürzere Amortisationszeit werden.
Und genau deshalb halte ich die Überschrift „Solarmodule beschleunigen die Klimaerwärmung“ für zu reißerisch.
Interessant wäre jetzt noch ein
richtiger Gegencheck der Rechnung: Wir könnten die 1.440 kg CO₂/kWp nehmen und mit realistischen niederländischen Erträgen, 15 / 20 / 25 / 30 Jahren Lebensdauer und verschiedenen Strommixen durchrechnen. Dann sieht man ziemlich genau,
ab welchem Punkt die Aussage des Berichts tatsächlich kippt. Das wäre meiner Meinung nach der aussagekräftigste Teil.
Ja bitte
Ja. Ich habe es jetzt einmal mit den niederländischen realen Erträgen und mehreren CO₂-Annahmen durchgerechnet. Dabei wird ziemlich klar, wo der Streitpunkt liegt.
Ausgangspunkt
Wir nehmen genau die umstrittene Zahl des niederländischen Berichts:
1.440 kg CO₂ pro kWp Herstellung/Installation.
Für die Niederlande wurden in einer Untersuchung typische Jahreserträge von etwa 838–946 kWh/kWp ermittelt; 875 kWh/kWp wird auch in niederländischen Statistiken als Ansatz verwendet.
Ich rechne zunächst vereinfacht mit 875 kWh/kWp/Jahr und ohne Leistungsabnahme der Module. Das ist eher eine konservative Rechnung.
1. Wie lange dauert die CO₂-Rückzahlung?
Die entscheidende Variable ist nicht die Solarstrommenge allein, sondern:
Wie viel CO₂ wird durch jede zusätzlich erzeugte Solar-kWh tatsächlich vermieden?
Nehmen wir verschiedene Werte:
vermiedenes CO₂ je kWh CO₂-Ersparnis/Jahr Amortisation
50 g 44 kg 32,9 Jahre
75 g 66 kg 21,8 Jahre
100 g 87,5 kg 16,5 Jahre
150 g 131 kg 11,0 Jahre
200 g 175 kg 8,2 Jahre
250 g 219 kg 6,6 Jahre
300 g 263 kg 5,5 Jahre
400 g 350 kg 4,1 Jahre
Und jetzt wird es interessant:
Der niederländische Stromsektor hatte 2025 tatsächlich eine durchschnittliche CO₂-Emissionsintensität von 209 g/kWh.
Wenn man diesen Wert einfach als vermiedene Emission ansetzt:
1.440 / (875 × 0,209) = ca. 7,9 Jahre
Damit wären wir sehr weit von den >25 Jahren des Berichts entfernt.
2. Wann kommt man überhaupt auf >25 Jahre?
Das lässt sich rückwärts berechnen.
Bei 875 kWh/kWp müsste die vermiedene Emissionsmenge unter ungefähr
66 g CO₂/kWh
liegen, damit die Rückzahlung länger als 25 Jahre dauert.
Das ist der entscheidende Punkt.
Der Bericht muss also sinngemäß davon ausgehen:
Eine zusätzliche Solar-kWh ersetzt langfristig im Durchschnitt weniger als etwa 66 g CO₂.
Das ist nicht dasselbe wie zu sagen:
„Der niederländische Strom hat nur 66 g CO₂/kWh.“
Der aktuelle niederländische Strommix liegt deutlich höher – 2025 bei etwa 209 g/kWh.
Der Bericht argumentiert vielmehr mit dem zukünftigen Grenznutzen zusätzlicher PV, also vereinfacht: Welche Erzeugung wird durch diese zusätzliche Solar-kWh tatsächlich verdrängt?
Und da kommt die Abregelung ins Spiel.
3. Jetzt machen wir die Rechnung mit Abregelung
Nehmen wir die 209 g/kWh und tun so, als würden beispielsweise:
20 % der Solarproduktion keinen zusätzlichen CO₂-Nutzen bringen.
Dann:
875 × 0,8 = 700 nutzbare kWh
700 × 0,209 = 146 kg CO₂/Jahr
1.440 / 146 = 9,9 Jahre
Noch immer weit entfernt von 25 Jahren.
50 % Abregelung:
875 × 0,5 = 437,5 kWh
437,5 × 0,209 = 91,4 kg
→ 15,8 Jahre
70 % Abregelung:
875 × 0,3 = 262,5 kWh
→ 54,9 kg CO₂/Jahr
→ 26,2 Jahre
Erst bei ungefähr 70 % „wirkungsloser“ Produktion kämen wir in die Gegend von 25 Jahren, wenn wir weiterhin mit 209 g/kWh rechnen.
Das wäre eine enorm hohe Abregelung.
4. Oder andersherum: 25 Jahre Lebensdauer
Nehmen wir die Behauptung des Berichts, dass ein Modul 25 Jahre läuft.
Bei 875 kWh/Jahr:
25 × 875 = 21.875 kWh
Damit die 1.440 kg CO₂ gerade ausgeglichen werden, darf jede kWh im Durchschnitt höchstens
1.440 / 21.875 = 65,8 g CO₂
einsparen.
Das ist die magische Zahl des gesamten Problems: rund 66 g/kWh.
Und hier sehe ich die Schwachstelle des Facebook-Beitrags
Er tut so, als wäre
1.440 kg CO₂ → >25 Jahre Rückzahlung
eine direkte technische Eigenschaft der Solaranlage.
Das ist sie nicht.
Die 1.440 kg sind eine angenommene Herstellungs-/Installationsbelastung.
Die >25 Jahre entstehen erst durch die Annahme, dass eine Solar-kWh langfristig weniger als etwa 66 g CO₂ verdrängt.
Und genau diese Annahme kann man diskutieren.
5. Was ist mit den 12–15 Jahren Lebensdauer?
Hier wird die Sache noch interessanter.
Wenn ein System tatsächlich nur 15 Jahre betrieben wird, muss die durchschnittlich vermiedene Emission mindestens sein:
1.440 / (875 × 15)
= 110 g/kWh
Bei 12 Jahren:
= 137 g/kWh
Das bedeutet:
Lebensdauer notwendige CO₂-Einsparung
12 Jahre 137 g/kWh
15 Jahre 110 g/kWh
20 Jahre 82 g/kWh
25 Jahre 66 g/kWh
30 Jahre 55 g/kWh
Und hier liegt meiner Meinung nach die entscheidende Kritik am Facebook-Artikel:
Die Annahme von 12–15 Jahren ist extrem wichtig für die dramatische Schlussfolgerung.
Denn bei 25–30 Jahren sieht die Bilanz erheblich anders aus.
6. Aber: Der niederländische Strom wird sauberer
Und hier hat der Bericht wiederum einen Punkt.
Wenn der niederländische Strommix immer weniger CO₂ verursacht, wird eine zusätzliche Solar-kWh tatsächlich irgendwann weniger CO₂ einsparen.
Das ist logisch.
Beispiel:
Heute:
209 g/kWh
Später:
100 g/kWh
Noch später:
50 g/kWh
Bei 50 g/kWh würde die CO₂-Amortisation unserer Rechnung tatsächlich etwa 33 Jahre betragen.
Das bedeutet:
Je sauberer das Stromnetz wird, desto kleiner wird der zusätzliche CO₂-Nutzen einer neuen Solaranlage.
Das ist ein echtes und wichtiges Problem, das in vereinfachten „Solar ist sauber“-Berechnungen gerne untergeht.
Das niederländische Energie-Dashboard zeigt auch tatsächlich, dass die CO₂-Intensität des Stroms über die Jahre gesunken ist. �
Nationaal Energie Dashboard +1
7. Und jetzt mein eigentliches Fazit
Nach der Rechnung würde ich den niederländischen Bericht nicht als Unsinn abtun.
Er stellt eine interessante Frage:
Wie viel zusätzlichen Klimanutzen bringt ein weiteres Solarmodul in einem bereits stark mit Wind und Solar versorgten Stromnetz?
Das ist etwas völlig anderes als:
„Solarenergie ist grundsätzlich klimaschädlich.“
Meine Einschätzung:
Die Aussage „Solarmodule verursachen CO₂“ → eindeutig richtig.
„Chinesische Produktion kann die CO₂-Bilanz erheblich verschlechtern“ → richtig.
„Abregelung kann den Klimanutzen reduzieren“ → richtig.
„Der Klimanutzen zusätzlicher PV wird bei zunehmender Dekarbo
Und wenn man alles immer nur negativ sieht ist alles NEGATIV
https://chatgpt.com/s/t_6a76d16b4cc48191859db634b2ae7e1a
Ja. Ich habe den Text einmal quer gegen niederländische Regierungsquellen und aktuelle Fachinformationen geprüft. Mein Eindruck: Der Facebook-Text hat einen realen Kern, verdreht bzw. überzieht aber die Schlussfolgerung erheblich.
Was tatsächlich stimmt
China spielt bei der Herstellung eine enorme Rolle. 2022 kamen rund 89 % der niederländischen Solarimporte aus China; bei bestimmten Importstatistiken lag der China-Anteil sogar über 95 %.
Die Herstellung von Solarmodulen verursacht tatsächlich einen erheblichen Teil ihrer Lebenszyklus-Emissionen. Gerade die energieintensive Herstellung von Silizium sowie Glas und Aluminium ist relevant.
Auch Netzengpässe und Abregelung sind in den Niederlanden ein reales Problem. Ein PV-System produziert allerdings nicht automatisch weniger CO₂-Nutzen, nur weil gelegentlich abgeregelt wird.
Die Niederlande haben tatsächlich eine offizielle Untersuchung zur CO₂-Bilanz von Solarmodulen durchführen lassen. Das niederländische Wirtschaftsministerium veröffentlichte dazu 2025 einen entsprechenden Bericht.
Der entscheidende Punkt: „95 % gleichen CO₂ nicht aus“
Dafür finde ich in den offiziellen niederländischen Quellen keinen Beleg.
Im Gegenteil: Die niederländische Regierungsseite verweist auf eine Untersuchung zur CO₂-Fußabdruckmethodik – nicht auf die sensationelle Aussage, dass 95 % der Anlagen während ihrer Lebensdauer mehr CO₂ verursachen als sie einsparen.
Noch deutlicher ist die aktuelle Einschätzung von Milieu Centraal, einer niederländischen Verbraucher-/Umweltorganisation: Für ein in China hergestelltes Silizium-Solarmodul wird unter niederländischen Bedingungen eine CO₂-Amortisation von ungefähr 6 Jahren angegeben. Danach überwiegt der vermiedene CO₂-Ausstoß. Die angenommene Lebensdauer liegt dabei bei mindestens etwa 25 Jahren.
Das steht praktisch diametral gegenüber der Facebook-Behauptung:
25 Jahre Lebensdauer vs. 12–15 Jahre tatsächliche Lebensdauer
und
25 Jahre CO₂-Amortisation
Genau diese beiden Angaben sind für die dramatische Schlussfolgerung entscheidend – und gerade dafür finde ich keine belastbare Bestätigung.
Und die 1.440 kg CO₂/kWp?
Das ist eine Zahl, bei der ich sehr vorsichtig wäre.
Sie kann unter bestimmten Bilanzierungsannahmen durchaus zustande kommen, aber man darf sie nicht isoliert betrachten. Entscheidend ist:
Wie viel Strom erzeugt 1 kWp in den Niederlanden über seine gesamte Lebensdauer und welche Emissionen werden dadurch ersetzt?
Ein Beispiel:
1 kWp PV erzeugt in den Niederlanden grob um die 900–1.100 kWh pro Jahr – abhängig von Standort, Ausrichtung und Neigung.
Bei 25 Jahren wären das grob 22.500–27.500 kWh.
Selbst wenn man 1.440 kg CO₂ Herstellungsaufwand zugrunde legt, wären das nur rund:
52–64 g CO₂ pro erzeugter kWh
Das ist eine völlig andere Größenordnung als fossile Stromerzeugung.
Interessant ist allerdings etwas anderes
Der Facebook-Text spricht einen wirklich wichtigen Punkt an, der meiner Meinung nach viel zu wenig diskutiert wird:
Solarstrom ist nicht dasselbe wie ein funktionierendes Energiesystem.
Wenn immer mehr PV gleichzeitig mittags Strom produziert, kann es zu:
negativen Strompreisen
Netzengpässen
Abregelung
zusätzlichem Speicherbedarf
zusätzlichem Netzausbau
notwendiger flexibler Erzeugung
kommen.
Das kann den Systemnutzen zusätzlicher PV-Anlagen reduzieren.
Aber daraus folgt nicht:
„Solaranlagen beschleunigen die globale Klimaerwärmung.“
Das wäre eine völlig andere Aussage.
Mein Urteil zum Facebook-Text
Etwa 3/10 hinsichtlich der sachlichen Darstellung.
Nicht weil die gesamte Geschichte erfunden wäre. Im Gegenteil: China, CO₂-intensive Produktion, Lebenszyklusbilanz, Netzüberlastung und Abregelung sind reale Themen.
Aber der Text nimmt offenbar eine kontroverse bzw. möglicherweise sehr spezielle Berechnung und präsentiert sie als eindeutigen wissenschaftlichen Befund.
Besonders verdächtig finde ich:
„95 Prozent ... gleichen ihre CO₂-Emissionen nicht aus“
und
„tatsächliche durchschnittliche Lebensdauer ... lediglich 12 bis 15 Jahre“
sowie die zugespitzte Schlussfolgerung:
„Diese Solarmodule werden die Klimaerwärmung beschleunigen.“
Das würde ich ohne das Originaldokument keinesfalls als Tatsache weiterverbreiten.
Zumal die aktuell zugänglichen niederländischen Informationen eher in die andere Richtung zeigen: Die niederländische Regierung beschäftigt sich inzwischen ausdrücklich mit dem CO₂-Fußabdruck von PV – aber seriöse niederländische Quellen kommen weiterhin zu dem Ergebnis, dass PV über den Lebenszyklus CO₂ gegenüber fossiler Stromerzeugung einspart.
Wenn du möchtest, kann ich noch einen Schritt weitergehen: Ich kann gezielt versuchen,
den angeblichen „internen Bericht Ende 2024“ im niederländischen Original aufzuspüren und dann
die dortigen Zahlen (1.440 kg, 12–15 Jahre, 95 %, Abregelung usw.) Punkt für Punkt mit dem Facebook-Text vergleichen. Das wäre der interessanteste Teil des Faktenchecks.
Ja – ich habe den tatsächlichen Bericht gefunden. Und damit muss ich meine erste Einschätzung etwas korrigieren: Der Facebook-Text basiert tatsächlich auf einem real existierenden niederländischen Bericht. Die entscheidende Frage ist aber, wie belastbar dessen Berechnungen und Annahmen sind.
Der Bericht heißt:
„Analyse: De Carbon Footprint en Carbon Payback Time van PV-systemen die in 2024/2025 in Nederland worden geïnstalleerd“
Er stammt von der Public Buyers Group for Sustainable Solar PV und trägt als Stand Dezember 2024. Die Gruppe ist keine zufällige Facebook-Arbeitsgruppe: Sie wurde von niederländischen öffentlichen Beschaffern aufgebaut und unter anderem durch das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft unterstützt. Auch die EU-Kommission beschreibt diese niederländische Buyer Group offiziell.
Und jetzt wird es interessant
Die 1.440 kg CO₂/kWp stimmen tatsächlich.
Der Bericht rechnet bei einem „Mainstream“-PV-System mit:
1.440 kg CO₂/kWp
Carbon-Payback-Time: >25 Jahre
Prognose für durchschnittliche Mainstream-Anlagen
für „Ultra-Low Carbon“-Module dagegen nur 4–7 Jahre
„Low Carbon“ etwa 11 bis >25 Jahre, abhängig von den Annahmen.
Damit war meine vorherige Aussage, dass ich für die 1.440 kg keinen belastbaren Beleg finde, zu vorsichtig bzw. falsch.
Aber: Der entscheidende Haken steckt in den Annahmen
Der Bericht sagt selbst, dass er drei unterschiedliche Szenarien verwendet:
Ultra-Low Carbon – Low Carbon – Mainstream.
Und bei der Stromproduktion werden unterschiedliche Annahmen über die zukünftige Entwicklung gemacht, unter anderem über Curtailment (Abregelung) und den zukünftigen Strommix.
Das ist enorm wichtig.
Denn die Rechnung lautet vereinfacht:
CO₂ der Herstellung / jährlich vermiedenes CO₂ = CO₂-Amortisationszeit
Wenn beispielsweise ein Panel 1.440 kg CO₂ verursacht hat, muss man wissen:
Wie viel CO₂ wird durch jede erzeugte kWh tatsächlich vermieden?
Und genau hier kann man sehr unterschiedliche Ergebnisse bekommen.
Der wirklich kontroverse Punkt: 12–15 Jahre Lebensdauer
Der Bericht verwendet tatsächlich die Annahme, dass die durchschnittliche Lebensdauer künftig 12–15 Jahre betragen könne. Er verweist dafür auf seine eigene Appendix A.
Das ist aus meiner Sicht der schwächste und wichtigste Punkt des gesamten Berichts.
Denn allgemein werden moderne PV-Module nicht mit 12–15 Jahren Lebensdauer angesetzt.
Zum Vergleich:
Die niederländische Verbraucherorganisation Milieu Centraal rechnet weiterhin mit 25 Jahren.
Auch andere niederländische Informationen gehen von mindestens etwa 25 Jahren aus.
Und das ist nicht bloß eine Kleinigkeit.
Beispiel:
Wenn ein Modul:
1.440 kg CO₂
verursacht und nach 5 Jahren 288 kg/Jahr eingespart hätte:
Lebensdauer CO₂ vermieden
5 Jahre 1.440 kg
10 Jahre 2.880 kg
15 Jahre 4.320 kg
25 Jahre 7.200 kg
Bei einer tatsächlichen Amortisation von >25 Jahren wäre die Anlage natürlich problematisch.
Aber die 25+ Jahre sind nicht einfach eine gemessene Eigenschaft des Solarmoduls. Sie entstehen aus dem verwendeten Modell.
Und jetzt kommt etwas, das ich besonders wichtig finde
Der Bericht selbst sagt:
„Mainstream system: klimaatopwarming wordt versneld“
also sinngemäß:
Mainstream-Systeme beschleunigen nach dieser Berechnung die Klimaerwärmung.
Aber direkt daneben steht:
Ultra-Low-Carbon-Systeme: Klimaerwärmung wird verlangsamt.
Und:
Low-Carbon-Systeme: unklar.
Das bedeutet:
Der Bericht sagt NICHT:
„Solarenergie funktioniert grundsätzlich nicht.“
Er sagt vielmehr:
Die heute übliche Kombination aus Herstellung + angenommenem CO₂-Fußabdruck + niederländischem Stromsystem + Abregelung + angenommener Lebensdauer kann unter bestimmten Annahmen eine schlechte bzw. sogar negative CO₂-Bilanz haben.
Das ist eine wesentlich interessantere und differenziertere Aussage.
Was ist mit den „95 %“?
Auch das steht tatsächlich im Bericht bzw. in der darauf basierenden Veröffentlichung:
Für etwa 95 % der in den letzten drei Jahren installierten Anlagen soll die Carbon-Payback-Time >25 Jahre betragen.
Die Facebook-Version hat diesen Punkt also nicht erfunden.
Aber:
95 % ist keine Messung von 95 % aller Anlagen.
Es ist ein Ergebnis des Modells der Buyer Group unter ihren verwendeten Annahmen.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Was mich an der Geschichte besonders skeptisch macht
Die niederländische Regierung hat die Schlussfolgerungen tatsächlich nicht als wissenschaftlichen Konsens akzeptiert.
Das ist nicht einfach eine Behauptung von Solarverbänden.
Laut der Berichterstattung hat das zuständige Ministerium erklärt, dass die Schlussfolgerungen des Berichts nicht ausreichend durch allgemein akzeptierte wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt werden.
Und es gibt einen weiteren interessanten Gegenpunkt:
Eine aktuelle wissenschaftliche Übersicht zu PV nennt für verschiedene Modellfälle Carbon-Payback-Zeiten von ungefähr 0,8 bis 20 Jahren, mit einem Benchmark von etwa 2,1 Jahren. Die großen Unterschiede hängen unter anderem vom Herstellungsstrom, Lieferketten, Standort, verdrängtem Strom und der zukünftigen Dekarbonisierung ab.
Das zeigt, warum die 25+ Jahre keineswegs eine universelle Eigenschaft chinesischer Solarmodule sind.
Aber eine Sache hat der Bericht meiner Meinung nach völlig zu Recht getroffen
Das Problem der Abregelung wird in der öffentlichen Diskussion tatsächlich unterschätzt.
Wenn wir immer mehr Solarstrom installieren, entsteht irgendwann:
☀️ 12 Uhr mittags
→ sehr viel Solarstrom
→ Netz voll
→ Strompreis fällt
→ Anlagen werden abgeregelt
Während beispielsweise abends:
🌇 Sonne weg
→ Solarstrom 0
→ Nachfrage hoch
→ Gas/Kraftwerke/Importe/Speicher werden benötigt.
Eine zusätzliche PV-Anlage, die regelmäßig genau dann Strom produziert, wenn bereits zu viel vorhanden ist, hat natürlich einen geringeren zusätzlichen Klimanutzen als eine Anlage, deren Strom fossile Erzeugung ersetzt.
Das ist ein echtes Problem der Systemplanung, kein „Klimaleugner-Argument“.
Eine aktuelle wissenschaftliche Arbeit von 2026 kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass mit zunehmender Dekarbonisierung des Stromsystems und zunehmender Abregelung der CO₂-Nutzen zusätzlicher erneuerbarer Kapazitäten sinken kann.
Mein korrigiertes Gesamturteil
Nach Sichtung des Originalberichts würde ich den Facebook-Beitrag jetzt so bewerten:
Aussage Bewertung
Bericht existiert 🟢 richtig
Dezember 2024 🟢 richtig
Public Buyers Group 🟢 richtig
1.440 kg CO₂/kWp 🟢 steht im Bericht
95 % >25 Jahre CO₂-Payback 🟢 steht im Bericht
angenommene Lebensdauer 12–15 Jahre 🟢 steht im Bericht
China verursacht hohe Produktions-Emissionen 🟢 richtig
Abregelung verschlechtert Bilanz 🟢 grundsätzlich richtig
„Solar beschleunigt die Klimaerwärmung“ 🟠 nur unter den Modellannahmen des Berichts
„Solarmodule sind generell klimaschädlicher als sie nutzen“ 🔴 nicht belegt
12–15 Jahre seien die tatsächliche normale Lebensdauer moderner Module 🔴 sehr umstritten
wissenschaftlicher Konsens bestätige das 🔴 nein
Meine persönliche Einschätzung
Der Bericht ist wesentlich interessanter als ich nach deinem ursprünglichen Facebook-Text dachte. Er sollte nicht einfach als „Fake News“ abgetan werden.
Aber genauso falsch wäre es, seine Ergebnisse als erwiesene Tatsache zu verkaufen.
Der Knackpunkt ist die Kombination aus 1.440 kg CO₂/kWp + angenommener zukünftiger Abregelung + angenommener 12–15-jähriger Lebensdauer + Annahme darüber, welchen fossilen Strom Solar tatsächlich verdrängt.
Wenn man nur einen dieser Parameter deutlich verändert, kann aus „>25 Jahre“ schnell eine wesentlich kürzere Amortisationszeit werden.
Und genau deshalb halte ich die Überschrift „Solarmodule beschleunigen die Klimaerwärmung“ für zu reißerisch.
Interessant wäre jetzt noch ein
richtiger Gegencheck der Rechnung: Wir könnten die 1.440 kg CO₂/kWp nehmen und mit realistischen niederländischen Erträgen, 15 / 20 / 25 / 30 Jahren Lebensdauer und verschiedenen Strommixen durchrechnen. Dann sieht man ziemlich genau,
ab welchem Punkt die Aussage des Berichts tatsächlich kippt. Das wäre meiner Meinung nach der aussagekräftigste Teil.
Ja bitte
Ja. Ich habe es jetzt einmal mit den niederländischen realen Erträgen und mehreren CO₂-Annahmen durchgerechnet. Dabei wird ziemlich klar, wo der Streitpunkt liegt.
Ausgangspunkt
Wir nehmen genau die umstrittene Zahl des niederländischen Berichts:
1.440 kg CO₂ pro kWp Herstellung/Installation.
Für die Niederlande wurden in einer Untersuchung typische Jahreserträge von etwa 838–946 kWh/kWp ermittelt; 875 kWh/kWp wird auch in niederländischen Statistiken als Ansatz verwendet.
Ich rechne zunächst vereinfacht mit 875 kWh/kWp/Jahr und ohne Leistungsabnahme der Module. Das ist eher eine konservative Rechnung.
1. Wie lange dauert die CO₂-Rückzahlung?
Die entscheidende Variable ist nicht die Solarstrommenge allein, sondern:
Wie viel CO₂ wird durch jede zusätzlich erzeugte Solar-kWh tatsächlich vermieden?
Nehmen wir verschiedene Werte:
vermiedenes CO₂ je kWh CO₂-Ersparnis/Jahr Amortisation
50 g 44 kg 32,9 Jahre
75 g 66 kg 21,8 Jahre
100 g 87,5 kg 16,5 Jahre
150 g 131 kg 11,0 Jahre
200 g 175 kg 8,2 Jahre
250 g 219 kg 6,6 Jahre
300 g 263 kg 5,5 Jahre
400 g 350 kg 4,1 Jahre
Und jetzt wird es interessant:
Der niederländische Stromsektor hatte 2025 tatsächlich eine durchschnittliche CO₂-Emissionsintensität von 209 g/kWh.
Wenn man diesen Wert einfach als vermiedene Emission ansetzt:
1.440 / (875 × 0,209) = ca. 7,9 Jahre
Damit wären wir sehr weit von den >25 Jahren des Berichts entfernt.
2. Wann kommt man überhaupt auf >25 Jahre?
Das lässt sich rückwärts berechnen.
Bei 875 kWh/kWp müsste die vermiedene Emissionsmenge unter ungefähr
66 g CO₂/kWh
liegen, damit die Rückzahlung länger als 25 Jahre dauert.
Das ist der entscheidende Punkt.
Der Bericht muss also sinngemäß davon ausgehen:
Eine zusätzliche Solar-kWh ersetzt langfristig im Durchschnitt weniger als etwa 66 g CO₂.
Das ist nicht dasselbe wie zu sagen:
„Der niederländische Strom hat nur 66 g CO₂/kWh.“
Der aktuelle niederländische Strommix liegt deutlich höher – 2025 bei etwa 209 g/kWh.
Der Bericht argumentiert vielmehr mit dem zukünftigen Grenznutzen zusätzlicher PV, also vereinfacht: Welche Erzeugung wird durch diese zusätzliche Solar-kWh tatsächlich verdrängt?
Und da kommt die Abregelung ins Spiel.
3. Jetzt machen wir die Rechnung mit Abregelung
Nehmen wir die 209 g/kWh und tun so, als würden beispielsweise:
20 % der Solarproduktion keinen zusätzlichen CO₂-Nutzen bringen.
Dann:
875 × 0,8 = 700 nutzbare kWh
700 × 0,209 = 146 kg CO₂/Jahr
1.440 / 146 = 9,9 Jahre
Noch immer weit entfernt von 25 Jahren.
50 % Abregelung:
875 × 0,5 = 437,5 kWh
437,5 × 0,209 = 91,4 kg
→ 15,8 Jahre
70 % Abregelung:
875 × 0,3 = 262,5 kWh
→ 54,9 kg CO₂/Jahr
→ 26,2 Jahre
Erst bei ungefähr 70 % „wirkungsloser“ Produktion kämen wir in die Gegend von 25 Jahren, wenn wir weiterhin mit 209 g/kWh rechnen.
Das wäre eine enorm hohe Abregelung.
4. Oder andersherum: 25 Jahre Lebensdauer
Nehmen wir die Behauptung des Berichts, dass ein Modul 25 Jahre läuft.
Bei 875 kWh/Jahr:
25 × 875 = 21.875 kWh
Damit die 1.440 kg CO₂ gerade ausgeglichen werden, darf jede kWh im Durchschnitt höchstens
1.440 / 21.875 = 65,8 g CO₂
einsparen.
Das ist die magische Zahl des gesamten Problems: rund 66 g/kWh.
Und hier sehe ich die Schwachstelle des Facebook-Beitrags
Er tut so, als wäre
1.440 kg CO₂ → >25 Jahre Rückzahlung
eine direkte technische Eigenschaft der Solaranlage.
Das ist sie nicht.
Die 1.440 kg sind eine angenommene Herstellungs-/Installationsbelastung.
Die >25 Jahre entstehen erst durch die Annahme, dass eine Solar-kWh langfristig weniger als etwa 66 g CO₂ verdrängt.
Und genau diese Annahme kann man diskutieren.
5. Was ist mit den 12–15 Jahren Lebensdauer?
Hier wird die Sache noch interessanter.
Wenn ein System tatsächlich nur 15 Jahre betrieben wird, muss die durchschnittlich vermiedene Emission mindestens sein:
1.440 / (875 × 15)
= 110 g/kWh
Bei 12 Jahren:
= 137 g/kWh
Das bedeutet:
Lebensdauer notwendige CO₂-Einsparung
12 Jahre 137 g/kWh
15 Jahre 110 g/kWh
20 Jahre 82 g/kWh
25 Jahre 66 g/kWh
30 Jahre 55 g/kWh
Und hier liegt meiner Meinung nach die entscheidende Kritik am Facebook-Artikel:
Die Annahme von 12–15 Jahren ist extrem wichtig für die dramatische Schlussfolgerung.
Denn bei 25–30 Jahren sieht die Bilanz erheblich anders aus.
6. Aber: Der niederländische Strom wird sauberer
Und hier hat der Bericht wiederum einen Punkt.
Wenn der niederländische Strommix immer weniger CO₂ verursacht, wird eine zusätzliche Solar-kWh tatsächlich irgendwann weniger CO₂ einsparen.
Das ist logisch.
Beispiel:
Heute:
209 g/kWh
Später:
100 g/kWh
Noch später:
50 g/kWh
Bei 50 g/kWh würde die CO₂-Amortisation unserer Rechnung tatsächlich etwa 33 Jahre betragen.
Das bedeutet:
Je sauberer das Stromnetz wird, desto kleiner wird der zusätzliche CO₂-Nutzen einer neuen Solaranlage.
Das ist ein echtes und wichtiges Problem, das in vereinfachten „Solar ist sauber“-Berechnungen gerne untergeht.
Das niederländische Energie-Dashboard zeigt auch tatsächlich, dass die CO₂-Intensität des Stroms über die Jahre gesunken ist. �
Nationaal Energie Dashboard +1
7. Und jetzt mein eigentliches Fazit
Nach der Rechnung würde ich den niederländischen Bericht nicht als Unsinn abtun.
Er stellt eine interessante Frage:
Wie viel zusätzlichen Klimanutzen bringt ein weiteres Solarmodul in einem bereits stark mit Wind und Solar versorgten Stromnetz?
Das ist etwas völlig anderes als:
„Solarenergie ist grundsätzlich klimaschädlich.“
Meine Einschätzung:
Die Aussage „Solarmodule verursachen CO₂“ → eindeutig richtig.
„Chinesische Produktion kann die CO₂-Bilanz erheblich verschlechtern“ → richtig.
„Abregelung kann den Klimanutzen reduzieren“ → richtig.
„Der Klimanutzen zusätzlicher PV wird bei zunehmender Dekarbo
Kommentare
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Aquarius 08.08.2026 10:10
knattersack Heute, 09:38
Mach dir keinen Kopf. Es sind nur die üblichen. Schieb den Riegel vor und gut.
Mach dir keinen Kopf. Es sind nur die üblichen. Schieb den Riegel vor und gut.
knattersack 08.08.2026 10:18
@10.10
Kopf mache ich mir bei 40g schon lange nicht mehr.
Den Riegel schiebe ich nicht vor.
Es blamiert sich jeder so gut wie er kann.
In diesem Sinne
Grrööhhlllll
Kopf mache ich mir bei 40g schon lange nicht mehr.
Den Riegel schiebe ich nicht vor.
Es blamiert sich jeder so gut wie er kann.
In diesem Sinne
Grrööhhlllll
(Nutzer gelöscht) 08.08.2026 10:24
Gröl bin ich.
Ich meine nur wegen dem Blamieren. 😅 👍
"Gröl“ ist eine direkte Befehlsform (Imperativ) des Verbs grölen“. Es bedeutet laut, unschön oder ausgelassen zu rufen, zu singen oder zu schreien. 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv von grölen (Beispiel: "Gröl nicht so laut!“).
In diesem Sinne. 😊
Ich meine nur wegen dem Blamieren. 😅 👍
"Gröl“ ist eine direkte Befehlsform (Imperativ) des Verbs grölen“. Es bedeutet laut, unschön oder ausgelassen zu rufen, zu singen oder zu schreien. 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv von grölen (Beispiel: "Gröl nicht so laut!“).
In diesem Sinne. 😊
Aquarius 08.08.2026 10:41
Folgendes hat dieser Schattenlord allerdings vergessen zu erwähnen.
Der Begriff „Grölen“ beschreibt ein lautstarkes, unkontrolliertes und oft rüpelhaftes Rufen oder Singen. Wenn von „Grölen der dummen Menschen“(Schattenlord?) die Rede ist, handelt es sich meist um eine Metapher für unreflektiertes, lautes Verhalten, Pöbeleien oder das Skandieren von Parolen (wie bei Vorfällen auf Partys oder in der Öffentlichkeit), bei denen Verstand und Anstand fehlen. Psychologische und gesellschaftliche Hintergründe Gruppenzwang: In einer Gruppe passen sich Menschen oft an das Niveau der Lautesten an, um dazuzugehören. Verlust von Hemmungen: Alkohol oder eine anonyme Menge senken die Hemmschwelle für rüpelhaftes oder aggressives Verhalten. Mangel an Empathie: Lautes Grölen ignoriert die Gefühle und die Ruhe anderer Mitmenschen völlig.
In diesem Sinne. Gern geschehen. 🙂
Der Begriff „Grölen“ beschreibt ein lautstarkes, unkontrolliertes und oft rüpelhaftes Rufen oder Singen. Wenn von „Grölen der dummen Menschen“(Schattenlord?) die Rede ist, handelt es sich meist um eine Metapher für unreflektiertes, lautes Verhalten, Pöbeleien oder das Skandieren von Parolen (wie bei Vorfällen auf Partys oder in der Öffentlichkeit), bei denen Verstand und Anstand fehlen. Psychologische und gesellschaftliche Hintergründe Gruppenzwang: In einer Gruppe passen sich Menschen oft an das Niveau der Lautesten an, um dazuzugehören. Verlust von Hemmungen: Alkohol oder eine anonyme Menge senken die Hemmschwelle für rüpelhaftes oder aggressives Verhalten. Mangel an Empathie: Lautes Grölen ignoriert die Gefühle und die Ruhe anderer Mitmenschen völlig.
In diesem Sinne. Gern geschehen. 🙂
knattersack 08.08.2026 12:00
@19.41 ich hätte als Kurzform auch schreiben können man erkennt den User am geschriebenen.
Oder wie ein anderer User schreibt man erkennt das Schwein am gang.
Oder wie ein anderer User schreibt man erkennt das Schwein am gang.
knattersack 08.08.2026 12:04
@ dem mit dem Schatten
https://www.40gold.de/diskussionsforum/read/54004/
Beitrag dort 11.57
Dein Wunsch konnte ich nicht wiederstehen.
Ein nicht ausgefülltes Profil mit falschen Angaben?!!
https://www.40gold.de/diskussionsforum/read/54004/
Beitrag dort 11.57
Dein Wunsch konnte ich nicht wiederstehen.
Ein nicht ausgefülltes Profil mit falschen Angaben?!!
(Nutzer gelöscht) 08.08.2026 12:09
(Nutzer gelöscht) 08.08.2026 12:18
Hier habe ich noch eine gefunden. Alles Spezialisten, die GEMELDET werden KÖNNTEN.
Ich betone: GEMELDET werden KÖNNTEN.

Lasst andere in Ruhe. Sie haben das gleiche Recht wie ihr.
Ich betone: GEMELDET werden KÖNNTEN.
Lasst andere in Ruhe. Sie haben das gleiche Recht wie ihr.
(Nutzer gelöscht) 08.08.2026 13:14
Das wirst du dann schon sehen, wenn nicht bald Schluss ist mit dieser kindhaften Melderei.
(Nutzer gelöscht) 08.08.2026 13:48
Wer unbedingt Krieg will, ich muss keine Blogs schreiben. Dafür werde ich dann suchen.
Zeli 08.08.2026 13:59
nur mal so nebenbei:
pflanzen wandeln kohlendioxid (co2) und wasser mit hilfe von sonnenlicht in traubenzucker und sauerstoff um! meines wissens können das windräder nicht.
aber man "pflanzt" die biester in die landschaft und zerstört dabei genau jene bäume und pflanzen die co2 in sauerstoff umwandeln, um platz für die windräder zu schaffen. im kampf gegen co2 werden also pflanzen vernichtet, um windräder hinzustellen, weil zuviel co2 vorhanden wäre?
könnte es vielleicht nicht einfach nur daran liegen, das die windkraftanlagen kräftig subventioniert werden weil sie einfach in die "grün-linke" ideologie passen, während bäume an sich keinerlei finanziellen gewinn generieren? ...ich frage ja nur
pflanzen wandeln kohlendioxid (co2) und wasser mit hilfe von sonnenlicht in traubenzucker und sauerstoff um! meines wissens können das windräder nicht.
aber man "pflanzt" die biester in die landschaft und zerstört dabei genau jene bäume und pflanzen die co2 in sauerstoff umwandeln, um platz für die windräder zu schaffen. im kampf gegen co2 werden also pflanzen vernichtet, um windräder hinzustellen, weil zuviel co2 vorhanden wäre?
könnte es vielleicht nicht einfach nur daran liegen, das die windkraftanlagen kräftig subventioniert werden weil sie einfach in die "grün-linke" ideologie passen, während bäume an sich keinerlei finanziellen gewinn generieren? ...ich frage ja nur
Leelou 08.08.2026 14:33
Zeli, was du beschreibst passiert nur in der Bauphase. Sie sparen allerdings innerhalb eines Jahres wesentlich mehr CO2 wieder ein.
(Nutzer gelöscht) 08.08.2026 14:56
Schattenidiot@
Den Krieg hast schon verloren.
Den Krieg hast schon verloren.
Jetzt
für mich alten unkonzentrierten Knacker schwierig zu lesen,
jedoch empfehlenswert.