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Was sagt die KI zu "Die EMA gib DIE LÜGE zu"

Was sagt die KI zu "Die EMA gib DIE LÜGE zu"
Ich habe den Text gegen die EMA selbst und Dokumente des Europäischen Parlaments gegengeprüft. Mein Fazit: Der Beitrag enthält einen wahren Kern, zieht daraus aber mehrere falsche bzw. stark irreführende Schlussfolgerungen. Besonders die Überschrift „EMA gibt die Lüge zu“ ist so nicht haltbar.

1. „Die EMA räumt ein, dass es keine belastbare Datenlage zur Verhinderung der Übertragung gab“

Teilweise richtig – aber entscheidend verkürzt.

Die EMA schrieb tatsächlich, dass bei der ursprünglichen Zulassung keine ausreichenden Real-World-Daten zur Verringerung der Übertragung vorlagen. Der Grund: Die Zulassungsstudien waren vor allem darauf ausgelegt, zu zeigen, ob die Impfstoffe vor COVID-19-Erkrankung schützen. Die Übertragung zu messen erfordert große Studien unter realen Bedingungen. 

Aber im selben Schreiben sagt die EMA ausdrücklich:

> Spätere Studien hätten gezeigt, dass COVID-19-Impfstoffe die Übertragung reduzieren können.



Der Effekt war allerdings abhängig von Virusvariante, Zeit seit der Impfung und nachlassender Immunität. 

Damit ist „es gab keinerlei wissenschaftliche Grundlage“ falsch.

Man kann durchaus kritisieren, dass die Kommunikation 2020/21 teilweise den Eindruck einer stärkeren und dauerhafteren Übertragungsverhinderung erweckte, als die Daten hergaben. Aber das ist etwas anderes als „die EMA hat jetzt die Lüge zugegeben“.


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2. Der entscheidende Unterschied: Infektion, Erkrankung und Übertragung

Hier wird im Beitrag sehr geschickt vermischt.

Die Impfstoffe wurden zunächst vor allem hinsichtlich symptomatischer Erkrankung und schwerem Verlauf geprüft. Daraus folgt nicht automatisch:

„Geimpft = kann Virus nicht weitergeben.“

Das wäre tatsächlich eine unzulässige Schlussfolgerung gewesen.

Andererseits folgt aus

„Die ursprünglichen Zulassungsstudien waren nicht darauf ausgelegt, Transmission zu messen“

auch nicht:

„Die Impfung hatte keinerlei Einfluss auf Transmission.“

Spätere Beobachtungsstudien fanden durchaus eine Reduktion der Übertragung, insbesondere bevor Omikron dominierte. Mit Omikron und zunehmender Zeit seit der Impfung wurde dieser Effekt deutlich schwieriger nachzuweisen bzw. geringer. 


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3. „Ungeimpfte wurden aus purem Egoismus beschuldigt, andere in Lebensgefahr zu bringen“

Das ist keine wissenschaftliche Tatsachenbehauptung, sondern eine politische Bewertung.

Allerdings gibt es einen berechtigten Kritikpunkt dahinter:

Wenn politische Maßnahmen oder öffentliche Kommunikation suggerierten, eine Impfung verhindere zuverlässig, dass man andere ansteckt, war das zu absolut formuliert.

Die tatsächliche Situation war komplizierter:

Impfung → sehr guter Schutz vor schwerer Erkrankung

Impfung → zunächst auch deutlicherer Schutz vor Infektion

dadurch → weniger Möglichkeiten zur Weitergabe

aber → keine sterile Immunität

mit der Zeit → nachlassender Schutz

neue Varianten → insbesondere Omikron → deutlich mehr Durchbruchsinfektionen


Das ist wesentlich präziser als die Darstellung im Post.


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4. „Experimentelles Präparat“

Irreführend.

Die COVID-Impfstoffe waren bei ihrer Einführung neu und wurden unter außergewöhnlich beschleunigten Bedingungen entwickelt und zugelassen. Aber „experimentell“ im Sinne eines nicht geprüften Versuchspräparats ist sachlich falsch.

Die EMA bewertet die Zulassungsdaten und überwacht die Impfstoffe anschließend weiter. Seltene Nebenwirkungen können gerade erst nach der Anwendung bei Millionen Menschen erkannt werden. 

Und es wurden tatsächlich seltene schwere Nebenwirkungen erkannt – beispielsweise die sehr seltene Thrombose-mit-Thrombozytopenie nach AstraZeneca. Die EMA hat das ausdrücklich dokumentiert. 

Das spricht übrigens für das Pharmakovigilanzsystem, nicht dagegen.


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5. „Turbokrebs“

Hier wird es besonders problematisch.

„Turbokrebs“ ist kein etablierter medizinischer Fachbegriff und es gibt keinen belastbaren Nachweis, dass COVID-Impfungen eine allgemeine Welle von Krebs oder beschleunigtem Krebswachstum verursachen.

Die EMA schreibt ausdrücklich, dass es keine Evidenz für langfristig durch COVID-Impfstoffe verursachte Krebserkrankungen gibt. 

Das bedeutet nicht, dass man jede einzelne Krebsdiagnose nach einer Impfung ignorieren sollte. Zeitliche Abfolge ist aber noch kein Kausalitätsnachweis.


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6. Frühgeburten, Totgeburten und Fruchtbarkeit

Auch hier wird aus einzelnen Beobachtungen bzw. Meldungen eine wesentlich stärkere Aussage gemacht, als die Daten hergeben.

Die EMA hat Schwangerschaftsdaten umfangreich ausgewertet. Für mRNA-Impfstoffe wurden Daten von mehr als 65.000 Schwangerschaften ausgewertet; dabei ergab sich kein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburt, Frühgeburt oder Schäden beim ungeborenen Kind. 

Auch bei Fruchtbarkeit findet sich nach EMA-Bewertung kein belastbarer Nachweis einer Beeinträchtigung. Bei Menstruationsveränderungen wurde beispielsweise ausdrücklich kein Hinweis auf eine Beeinträchtigung der Reproduktionsfähigkeit gefunden. 

Dass es nach Impfungen Fehlgeburten, Totgeburten oder andere Schwangerschaftsereignisse gab, ist selbstverständlich wahr – solche Ereignisse kommen bei Millionen Schwangerschaften zwangsläufig vor. Entscheidend ist aber, ob die Häufigkeit über das zu erwartende Maß hinausgeht und ob ein kausaler Zusammenhang besteht.


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Mein Gesamturteil

Ich würde den Beitrag ungefähr so bewerten:

Aussage Bewertung

Ursprüngliche Zulassungsstudien belegten keine Verhinderung der Übertragung 🟢 im Kern richtig
EMA sagt, dass anfangs entsprechende Real-World-Daten fehlten 🟢 richtig
Spätere Studien zeigten eine gewisse Reduktion der Übertragung 🔴 wird unterschlagen

„Es gab keinerlei wissenschaftliche Grundlage“ 🔴 falsch
„EMA gibt die große Lüge zu“ 🔴 irreführend
Impfungen verhinderten zuverlässig die Weitergabe 🔴 zu absolut
Impfstoffe waren „experimentelle Präparate“ 🔴 irreführend/falsch
„Turbokrebs“ durch Impfungen 🔴 nicht belegt
Früh-/Totgeburten durch Impfungen 🔴 als generelle Behauptung nicht belegt
Fruchtbarkeitsstörungen durch Impfungen 🔴 nicht durch die verfügbaren Daten belegt

Es gab reale, seltene schwere Nebenwirkungen 🟢 richtig
Politische Kommunikation über „Solidarität“ darf kritisch hinterfragt werden 🟢 berechtigte politische Diskussion


Was ich an dem Post tatsächlich kritikwürdig finde

Der interessante und berechtigte Punkt steckt gleich am Anfang:

> Die ursprünglichen Zulassungsstudien hatten nicht nachgewiesen, dass Geimpfte das Virus nicht weitergeben können.



Das ist eine wichtige Unterscheidung und wurde in der öffentlichen Diskussion tatsächlich nicht immer sauber kommuniziert.

Aber daraus macht der Autor:

> „Heute wissen wir: Die Grundlage dieser Kampagne war eine Behauptung ohne wissenschaftliche Substanz.“



Das ist der entscheidende argumentative Sprung.

Denn die EMA selbst sagt gerade nicht, dass es keinerlei Wirkung auf Transmission gab. Sie sagt, dass diese Frage bei der ursprünglichen Zulassung nicht ausreichend untersucht werden konnte und dass spätere Real-World-Daten eine Reduktion der Übertragung zeigten. 

Und noch etwas finde ich bemerkenswert: Der Text beginnt mit einem konkret überprüfbaren EMA-Zitat bzw. einer angeblichen Aussage, hängt daran aber anschließend völlig andere Behauptungen über Krebs, Geburten und Fruchtbarkeit. Das erzeugt beim Leser den Eindruck, alles stamme aus derselben neuen EMA-Einschätzung. Das ist definitiv nicht der Fall.

**Kurz gesagt: Der Post hat einen legitimen Kritikpunkt, baut daraus aber eine wesentlich größere „Enthüllung“, als die Originalquelle hergibt.**

Kommentare

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Gimmi 15.09.2026 17:33
Vielen Dank für die fundierte und schlüssige Klarstellung 🙂

Dass - trotz der beschleunigten Forschung - die von vorne herein als problematisch gesehene Mutaitionsrate so rasant war, dass die Impfstoffentwicklung nicht hinterher kam, mag sein. Angesichts der theoretischen Möglichkeit, dass die Tödlichkeit des ursprünglichen Virus (siehe Bergamo) mutationsbedingt auch in eine entgegengesetzte Richtung hätte laufen können (noch tödlichere Varianten) waren die Restriktionen und die Risikoabwägung bei der Impfstoff-Freigabe gerechtfertigt!
 
knattersack 15.09.2026 19:07
@Jungfau
Dann machen es doch genau so, wie du es selbst forderst: KI als Werkzeug und anschließend selbst denken, hinterfragen und die Quellen prüfen!!

Mein Faktencheck behauptet nicht einfach „die KI sagt das“. Ich habe die konkrete EMA-Aussage von der weitergehenden Interpretation des Posts getrennt.

Der entscheidende Punkt ist unstrittig: Bei der ursprünglichen Zulassung lagen keine ausreichenden Daten vor, um eine Verhinderung der Übertragung zu belegen. Daraus folgt aber nicht, dass es „keine wissenschaftliche Grundlage“ für eine Verringerung der Übertragung gab. Genau diese Differenzierung nimmt die EMA selbst vor und verweist auf spätere Daten, die eine Reduktion der Übertragung zeigten.

Wenn du meinst, mein Faktencheck enthalte Falschinformationen, dann nenne bitte konkret:

1. welche Aussage falsch ist,
2. welche EMA-/Studie-/Primärquelle dem widerspricht und
3. was diese Quelle tatsächlich sagt.

Dann können wir die Quellen direkt miteinander vergleichen.

„Du bist zu dumm, weil du KI benutzt“ ist jedenfalls kein Gegenargument. Wer selbstständiges Denken fordert, sollte Argumente und Quellen kritisieren – nicht denjenigen, der sie vorlegt.
 
knattersack 16.09.2026 09:23
@jungfrau, 
Viele neue Beiträge und Kommentare, 
Kein einziger geht auf diese Fragen von mir ein.

1. welche Aussage falsch ist,
2. welche EMA-/Studie-/Primärquelle dem widerspricht und
3. was diese Quelle tatsächlich sagt.
 
Meine Meinung du kopierst nur Beiträge, hinterfragen und verstehen der Beiträge Fehlanzeige.
 
Leelou 16.09.2026 13:43
Hi Knatter, das ist auch mein Eindruck von den Beiträgen. Typische Fehlinformationen. Und so was setzt er täglich hier rein. Manche Menschen wollen nur Unfug vertreiben, ohne Sinn und Verstand.
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