Im Januar
01.01.2026 11:38
Im Januar
01.01.2026 11:38
Im Januar
Im Januar ist alles anders,
wie soll ich es beschreiben,
so nah ist noch das alte Jahr,
und durfte doch nicht bleiben.
Im Januar geht Vieles fort,
gar manches möchte ich halten,
die Weihnachtsdüfte nicht allein,
die warme Nacht im Kalten.
Im Januar wünscht man sich Glück,
das ist schon lange Sitte,
die Menschen nehmen sich was vor,
es schafft nur jeder Dritte.
Im Januar wird Stollen knapp,
das stört die Kinder nicht,
der Klempner den ich einst bestellt,
macht jetzt den Abfluss dicht.
Im Januar beginnt dann schon,
Erinnerung zu wachsen,
das alte Jahr verkrümelt sich,
ganz hinten wohl in Sachsen.
Im Januar beginnt das Jahr,
wer wollte das bestreiten,
ich suche Glück und vielleicht Dich,
der Dieb Gelegenheiten.
Netzfund; Autor evtl. Thomas Meier
Ein frohes neues Jahr. 🍀 💫
Ich wünsche allen das, was sie mir auch wünschen.
wie soll ich es beschreiben,
so nah ist noch das alte Jahr,
und durfte doch nicht bleiben.
Im Januar geht Vieles fort,
gar manches möchte ich halten,
die Weihnachtsdüfte nicht allein,
die warme Nacht im Kalten.
Im Januar wünscht man sich Glück,
das ist schon lange Sitte,
die Menschen nehmen sich was vor,
es schafft nur jeder Dritte.
Im Januar wird Stollen knapp,
das stört die Kinder nicht,
der Klempner den ich einst bestellt,
macht jetzt den Abfluss dicht.
Im Januar beginnt dann schon,
Erinnerung zu wachsen,
das alte Jahr verkrümelt sich,
ganz hinten wohl in Sachsen.
Im Januar beginnt das Jahr,
wer wollte das bestreiten,
ich suche Glück und vielleicht Dich,
der Dieb Gelegenheiten.
Netzfund; Autor evtl. Thomas Meier
Ein frohes neues Jahr. 🍀 💫
Ich wünsche allen das, was sie mir auch wünschen.
Kommentare
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(Nutzer gelöscht) 01.01.2026 12:08
Frohes und gesundes neues Jahr, Jenny. 🍀
Jenny 02.01.2026 15:34
Der Januar
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.
Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.
Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.
Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.
~Erich Kästner~
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.
Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.
Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.
Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.
~Erich Kästner~
Jenny 03.01.2026 17:45
Nochmal Kästner, für Birgit und alle, die ihn auch mögen.
Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.
Je üppiger die Pläne blühen,
umso verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!
Es nützt nicht viel, sich rot zu schämen
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos !
Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.
Je üppiger die Pläne blühen,
umso verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!
Es nützt nicht viel, sich rot zu schämen
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos !
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